Verkündigung des Herrn, lateinisch Annuntiatio Domini, auch Mariä Verkündigung (In Annuntiatione Beatae Mariae Virginis), ist ein Hochfest im Kirchenjahr und zugleich die Bezeichnung für das im Lukasevangelium geschilderte Ereignis der Verkündigung durch den Engel Gabriel, dass die Jungfrau Maria den Sohn Gottes vom Heiligen Geist empfangen und ihn gebären werde. Hier weiterlesen (Wikipedia)
Lukas 1, 26-38
Die Ankündigung der Geburt Jesu
26 Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret 27 zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. 28 Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. 29 Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.
Fortsetzung unten
Fortsetzung Text Lukas-Evangelium
30 Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. 31 Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben. 32 Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. 33 Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben.
Fortsetzung unten
Fortsetzung Text Lukas-Evangelium
34 Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? 35 Der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. 36 Siehe, auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar gilt, ist sie schon im sechsten Monat. 37 Denn für Gott ist nichts unmöglich. 38 Da sagte Maria: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.
Der Text entstammt der Einheitsübersetzung 2016
Achim von Arnim 1781-1831
Antwort Mariä auf den Gruß der Engel
Procopii Mariale festivale. S. 368.
Zwey Nachtigallen in einem Thal
Oftmals zusammen stimmen,
Sie singen mit so süßem Schall,
Daß es recht Wunder nimmet:
Sie modulieren in die Welt,
Keine der andern weichet,
Den Tod sie lieber leiden thät,
Eh sie der andern schweiget.
Zwey Nachtigallen ich singen hör,
Ein Engel kommt vom Himmel,
Nach Nazareth, nicht ungefähr,
Ins jungfräuliche Zimmer,
O wie so lieblich singt er an,
Das Jungfräulein Maria:
Kein menschlich Zung beschreiben kann
Die süße Harmonie.
Was war nicht für ein Echo da,
Wie stimmten sie zusammen,
O wär ich doch gewesen nah,
Es würde mich entflammen.
Kein süßres Lied im Himmelreich,
Wird nimmermehr gehöret,
Als wenn die Selgen allzugleich
Wollen, was Gott begehret.