BuchKult
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Der September

ist der Mai

des Herbstes.

Volksmund

September

Scheiding - Herbstmond - Herbsting - Holzmonat - Engelmonat

 

Eugène Samuel Grasset, Septembre
Eugène Samuel Grasset (1845-1917) war ein schweizerisch-französischer Bildhauer, Maler und Illustrator der Belle Époque und Wegbereiter des Jugendstils.

Der September ist der neunte Monat des Jahres im gregorianischen Kalender und hat 30 Tage

.

Am 22. oder 23. September ist die Tagundnachtgleiche: die Sonne steht in der Äquatorebene der Erde und geht an diesem Tag genau im Osten auf und genau im Westen unter. An einem dieser zwei Tage beginnt, astronomisch gesehen, der Herbst.

 

Historische deutsche Namen für den September sind Scheiding, Herbstmond, Herbsting, Holzmonat und Engelmonat.

 

Im römischen Kalender war der September ursprünglich der siebte Monat (lat. septem = sieben). 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn jedoch um zwei Monate vorverlegt, sodass die Beziehung zwischen Name und Monatszählung verloren ging. Dies wird manchmal bei der Übertragung früher verwendeter lateinischer Datumsangaben („9ber“ und „7ber“) übersehen.

Joachim von Sandrart, Der Monat September
Joachim von Sandrart der Ältere (1606-1688) war ein deutscher Maler, Kupferstecher, Kunsthistoriker und Übersetzer.

Nationalfeiertage im September

 

1.

Slowakei & Libyen & Usbekistan

2.

Vietnam

3.

San Marino & Katar

6.

Swasiland

7.

Brasilien

8.

Andorra & Nordmazedonien

9.

Tadschikistan

11.

Katalonien

12.

Kap Verde

15.

Costa Rica & El Salvador & Guatemala & Nicaragua & Honduras

16.

Mexiko & Papua-Neuguinea

18.

Chile

19.

St. Kitts und Nevis

21.

Armenien & Malta & Belize

23.

Saudi-Arabien

24.

Guinea-Bissau

28.

Tschechien

30.

Botswana

 

Très Riches Heures,

Septembre, um 1410/16
Die Brüder von Limburg (Paul, Johan und Herman) waren niederländische Miniaturmaler. Das Stundenbuch des Herzogs von Berry (französisch Les Très Riches Heures du Duc de Berry bzw. kurz Très Riches Heures) ist das berühmteste illustrierte Manuskript des 15. Jahrhunderts. Es handelt sich um ein ausgesprochen reichhaltig verziertes Stundenbuch, das 208 Blätter mit 21,5 cm Breite und 30 cm Höhe enthält, von denen etwa die Hälfte ganzseitig bebildert sind.
 

Christliche Festtage im September

6.

Abfraßtag oder Magnus-Tag (St. Magnus ist Schutzpatron und Nothelfer gegen Mäuse-, Raupen- und Engerling-Plagen.)

8.

Mariä Geburt

14.

Kreuzerhöhung

29.

Michaelistag

 

Lucas van Valckenborch,  Autumn landscape - September
Lucas van Valckenborch (um 1535-1597) war ein flämischer Maler.

Aktions- und Gedenktage im September

 

1. So

Tag der jüdischen Kultur

2. WE

Europäische Tage des Denkmals

2. Sa

Tag der deutschen Sprache

2. Sa

Internationaler Tag der Ersten Hilfe

2. So

Tag der Heimat (BdV)

2. So

Tag des offenen Denkmals

3. Sa

Tag des Friedhofs

3. So

Tag des Geotops

Letzter Donnerstag

Weltschifffahrtstag

Letzter Freitag

Tag des Deutschen Butterbrotes

Letztes Wochenende

Lungentag

Letzter Samstag

Internationaler Tag des Hasen

Letzter Samstag

Internationaler Tag der Netzhaut

Letzter Sonntag

Tag der Gehörlosen

Letzter Sonntag

Weltherztag

1.

Antikriegstag - Beginn des Zweiten Weltkriegs

4.

Welttag für sexuelle Gesundheit

5.

Kopfschmerztag

8.

Welt-Tollwuttag

9.

Tag des alkoholgeschädigten Kindes

10.

Welt-Suizid-Präventionstag

11.

Gedenktag zu Ehren der Opfer der Terroranschläge 2001

11.

Tag der Wohnungslosen

14.

Tag der Tropenwälder

15.

Europäischer Prostata-Tag

16.

Tag für die Erhaltung der Ozonschicht

17.

Tag der Patientensicherheit

19.

Sprich-wie-ein-Pirat-Tag

20.

Deutscher Weltkindertag

21.

Weltfriedenstag

21.

Welt-Alzheimer-Tag (nicht schon wieder vergessen!!!)

22.

Hobbit-Tag

24.

Tag der Raumfahrt

25.

Tag der Zahngesundheit

26.

Europäischer Tag der Sprachen

27.

Welttourismustag

28.

Welt-Tollwuttag (die Tollwut hat's gut, hat gleich zwei Gedenktage: s. 8. September)

29.

Weltherztag

30.

Internationaler Übersetzertag

30.

Tag der Legasthenie und Dyskalkulie

31.

Tag des Gedenktags ;)

 

Da der September in Deutschland über keinen Feiertag verfügt, hat man ihn offenbar mit der Terminierung von Gedenk- und Aktionstagen entschädigt.

Quelle für alle Daten

(bis auf den letzten Eintrag der Liste): Wikipedia

Frederick Childe Hassam, Oregon Still Life, 1904, Portland Art Museum
Frederick Childe Hassam (1859-1935) war ein amerikanischer Maler des Impressionismus.

Erich Kästner (1899-1974)

Der September

 

Das ist ein Abschied mit Standarten

aus Pflaumenblau und Apfelgrün.

Goldlack und Astern flaggt der Garten,

und tausend Königskerzen glühn.

 

Das ist ein Abschied mit Posaunen,

mit Erntedank und Bauernball.

Kuhglockenläutend ziehn die braunen

und bunten Herden in den Stall.

 

Das ist ein Abschied mit Gerüchen

aus einer fast vergessenen Welt.

Mus und Gelee kocht in den Küchen.

Kartoffelfeuer qualmt im Feld.

 

Das ist ein Abschied mit Getümmel,

mit Huhn am Spieß und Bier im Krug.

Luftschaukeln möchten in den Himmel.

Doch sind sie wohl nicht fromm genug.

 

Die Stare gehen auf die Reise.

Altweibersommer weht im Wind.

Das ist ein Abschied laut und leise.

Die Karussells drehn sich im Kreise.

Und was vorüber schien, beginnt.

 

 

Francesco Bassano, September
Francesco Bassano der Jüngere (1549-1592), eigentlich Francesco Giambattista da Ponte, war ein italienischer Maler.

Eduard Mörike (1804-1875)

Septembermorgen

 

Im Nebel ruhet noch die Welt.

Noch träumen Wald und Wiesen:

Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,

Den blauen Himmel unverstellt.

Herbstkräftig die gedämpfte Welt

In warmem Golde fließen.

 

Sebald Beham, September und October
Hans Sebald Beham (1500-1550) war ein bedeutender Maler und Kupferstecher.

Ricarda Huch (1864-1947)

Herbst

 

September sitzt auf einer hohlen Weide,

Spritzt Seifenblasen in die laue Luft;

Die Sonne sinkt; aus brauner Heide

steigt Ambraduft

 

Als triebe Wind sie, ziehn die leichten Bälle

Im goldnen Schaum wie Segel von Opal,

Darüber schwebt in seidener Helle

Der Himmelssaal.

 

Auf fernen Tennen stampft der Erntereigen,

Im Takt der Drescher schwingt der starre Saum.

Handörgelein und Baß der Geigen

Summt süß im Raum.

 

Lucas van Valckenborch,  Autumn landscape - September
Lucas van Valckenborch (um 1535-1597) war ein flämischer Maler.

Georg Trakl (1887-1914)

Landschaft (zweite Fassung)

 

Septemberabend; traurig tönen die dunklen Rufe der Hirten

Durch das dämmernde Dorf; Feuer sprüht in der Schmiede.

Gewaltig bäumt sich ein schwarzes Pferd;

die hyazinthenen Locken der Magd

Haschen nach der Inbrunst seiner purpurnen Nüstern.

Leise erstarrt am Saum des Waldes der Schrei der Hirschkuh

Und die gelben Blumen des Herbstes

Neigen sich sprachlos über das blaue Antlitz des Teichs.

In roter Flamme verbrannte ein Baum;

aufflattern mit dunklen Gesichtern die Fledermäuse.

 

 

Breviarium Grimani - September
Breviarium Grimani: Stundenbuch des Domenico Grimani. Das berühmte Breviarium Grimani mit über 1600 durchgehend illuminierten Seiten gilt als eines der schönsten Zeugnisse der flämischen Buchmalerei des frühen 16. Jahrhunderts. Um 1510-1520 in Brügge und Gent entstanden, waren zahlreiche berühmte Miniaturisten an seiner Entstehung beteiligt, darunter Gerard David, Simon Bening und Gerard Horenbout.

Gottfried Keller (1819-1890)

Die kleine Passion

 

Der sonnige Duft, Semptemberluft,
sie wehten ein Mücklein mir aufs Buch.
Das suchte sich die Ruhegruft
und fern vom Wald sein Leichentuch.
Vier Flügelein von Seiden fein
trug's auf dem Rücken zart,
drin man im Regenbogenschein
spielendes Licht gewahrt!
Hellgrün das schlanke Leibchen war,
hellgrün der Füßchen dreifach Paar,
und auf dem Köpfchen wundersam
saß ein Federbüschchen stramm;
die Äuglein wie ein goldnes Erz
glänzten mir in das tiefste Herz.
Dies zierliche und manierliche Wesen
hatt' sich zu Gruft und Leichentuch
das glänzende Papier erlesen,
darin ich las, ein dichterliches Buch;
so ließ den Band ich aufgeschlagen
und sah erstaunt dem Sterben zu,
wie langsam, langsam ohne Klagen
das Tierlein kam zu seiner Ruh.
Drei Tage ging es müd und matt
umher auf dem Papiere;
die Flügelein von Seide fein,
sie glänzten alle viere.
Am vierten Tage stand es still
gerade auf dem Wörtlein "will"!
Gar tapfer stand's auf selbem Raum,
hob je ein Füßchen wie im Traum;
am fünften Tage legt' es sich,
doch noch am sechsten regt' es sich;
am siebten endlich siegt' der Tod,
da war zu Ende seine Not.
Nun ruht im Buch sein leicht Gebein,
mög' uns sein Frieden eigen sein!

 

Frank Weston Benson, Afternoon in September, 1913
Frank Weston Benson (1862–1951), war ein US-amerikanischer Impressionist.

Kurt Tucholsky als Theobald Tiger (1890-1935)

Berliner Herbst

Für Paul Graetz

 

Denn, so um 'm September rum,

denn kriejn se wacklije Beene –

die Fliejen nämlich. Denn rummeln se so

und machen sich janz kleene.

Nee –

fliejn wolln se nich mehr.

 

Wenn se schon so ankomm, 'n bisken benaut ...

denn krabbeln se so anne Scheihm;

oda se summ noch 'n bisken laut,

aba mehrschtens lassen ses bleihm ...

Nee –

fliejn wolln se nich mehr.

 

Wenn se denn kriechen, falln se beinah um.

Un denn wern se nochmal heita,

denn rappeln se sich ooch nochmal hoch,

un denn jehts noch 'n Sticksken weita –

Aba fliejn ... fliejn wolln die nich mehr.

 

Die andan von Somma sind nu ooch nich mehr da.

Na, nu wissen se – nu is zu Ende.

Manche, mit so jelbe Eia an Bauch,

die brumm een so über de Hände ...

A richtich fliejn wolln se nich mehr.

 

Na, und denn finnste se morjens frieh,

da liejen se denn so hinta

de Fenstern rum. Denn sind se dot.

Und wir jehn denn ooch in 'n Winta.

Wie alt bist du eijentlich –?

 

– »Ick? Achtunnfürzich.«

– »Kommst heut ahmt mit, nach unsan Lokal –?«

– »Allemal.«

 

Isaak Lewitan, Der goldene Herbst, 1895
Isaak Iljitsch Lewitan (1860-1900) war einer der bedeutendsten russischen Maler des Realismus.

Cäsar Otto Hugo Flaischlen 1864-1920

 

Verträumt und müde wie ein Schmetterling im September

taumelt der Sommer das Gelände entlang.

Altweiberfäden wirren sich um seine zerrissenen Flügel

und die Blumen, die noch blühen,

haben keinen Honig mehr.

 

 

Léon Frédéric,

The Four Seasons - Fall
Léon Frédéric (1856-1940) war ein belgischer Maler des Symbolismus.

Rainer Maria Rilke 1875-1926

Herbsttag

 

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.

Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,

Und auf den Fluren laß die Winde los.

 

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;

gib ihnen noch zwei südlichere Tage,

dränge sie zur Vollendung hin und jage

die letzte Süße in den schweren Wein.

 

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.

Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,

wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben

und wird in den Alleen hin und her

unruhig wandern, wenn die Blätter treiben

 

Henri Le Sidaner, Table d'automne
Henri Le Sidaner (1862-1939) war ein französischer Maler.

Gottfried Keller 1819-1890

Land im Herbste

 

Die alte Heimat seh' ich wieder,

Gehüllt in herbstlich feuchten Duft;

Er träufelt von den Bäumen nieder,

Und weithin dämmert grau die Luft.

 

Und grau ragt eine Flur im Grauen,

Drauf geht ein Mann mit weitem Schritt

Und streut, ein Schatten nur zu schauen,

Ein graues Zeug, wohin er tritt.

 

Ist es der Geist verschollner Ahnen,

Der kaum erstrittnes Land besät,

Indeß zu Seiten seiner Bahnen

Der Speer in brauner Erde steht?

 

Der aus vom Kampf noch blut'gen Händen

Die Körner in die Furche wirft,

So mit dem Pflug von End' zu Enden

Ein jüngst vertriebnes Volk geschürft?

 

Nein, den Genossen meines Blutes

Erkenn' ich, da ich ihm genaht,

Der langsam schreitend, schweren Mutes

Die Flur bestäubt mit Aschensaat.

 

Fortsetzung unten

Carl Malchin, Schloss Schwarzburg im Schwarzatal
Carl Malchin (1883-1923) war ein deutscher Restaurator und Landschaftsmaler, der hauptsächlich ländliche mecklenburgische Motive und Stadtansichten malte.

Fortsetzung Keller, Land im Herbste

 

Die müde Scholle neu zu stärken

Läßt er den toten Staub verweh'n,

So seh' ich ihn in seinen Werken

Gedankenvoll und einsam geh'n.

 

Grau ist der Schuh an seinem Fuße,

Grau Hut und Kleid, wie Luft und Land;

Nun reicht er mir die Hand zum Gruße

Und färbt mit Asche mir die Hand.

 

Das alte Lied, wo ich auch bliebe,

Von Mühsal und Vergänglichkeit!

Ein wenig Freiheit, wenig Liebe,

Und um das Wie der arme Streit!

 

Wohl hör' ich grüne Halme flüstern

Und ahne froher Lenze Licht!

Wohl blinkt ein Sichelglanz im Düstern,

Doch binden wir die Garben nicht!

 

Wir dürfen selbst das Korn nicht messen,

Das wir gesät aus toter Hand;

Wir gehn und werden bald vergessen,

Und unsre Asche fliegt im Land!

 

Camille Pissarro, La récolte des pommes à Éragny
Jacob Abraham Camille Pissarro (1830-1903) war einer der bedeutendsten und produktivsten Maler des Impressionismus.

Friedrich Wilhelm Nietzsche 1844-1900

Baum im Herbste

 

Was habt ihr plumpen Tölpel mich gerüttelt

Als ich in seliger Blindheit stand:

Nie hat ein Schreck grausamer mich geschüttelt

— Mein Traum‚ mein goldner Traum entschwand!

 

Nashörner ihr mit Elefanten-Rüsseln

Macht man nicht höflich erst: Klopf! Klopf?

Vor Schrecken warf ich euch die Schüsseln

Goldreifer Früchte — an den Kopf.

 

Otto Scholderer, Stilleben mit Äpfeln und Messingeimer
Franz Otto Scholderer (1834-1902) war ein deutscher Maler.

Ludwig Uhland 1787-1862

Einkehr

 

Bei einem Wirte wundermild

Da war ich jüngst zu Gaste.

Ein goldner Apfel war sein Schild

An einem langen Aste.

 

Es war der gute Apfelbaum

Bei dem ich eingekehret

Mit süßer Kost und frischem Schaum

Hat er mich wohl genähret.

 

Es kamen in sein grünes Haus

Viel leichtbeschwingte Gäste

Sie sprangen frei und hielten Schmaus

Und sangen auf das Beste.

 

Ich fand ein Bett in süßer Ruh

Auf weichen, grünen Matten

Der Wirt er deckte selbst mich zu

Mit seinem kühlen Schatten.

 

Nun fragt ich nach der Schuldigkeit.

Da schüttelt er den Wipfel

Gesegnet sei er allezeit

von der Wurzel bis zum Gipfel.

Carl Larsson, Apfelernte
Carl Olof Larsson (1853-1919) war ein schwedischer Künstler. Seine Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen zeigen überwiegend das Leben seiner Familie (gemeinsam mit Frau Karin hatte Larsson acht Kinder) in und um das Wohnhaus in Sundborn, Schweden.

Johann Gaudenz von Salis-Seewis 1762-1834

Herbstlied

 

Bunt sind schon die Wälder,

Gelb die Stoppelfelder,

Und der Herbst beginnt.

Rote Blätter fallen,

Graue Nebel wallen,

Kühler weht der Wind.

 

Wie die volle Traube

Aus dem Rebenlaube

Purpurfarbig strahlt!

Am Geländer reifen

Pfirsiche mit Streifen

Rot und weiß bemalt.

 

Sieh! Wie hier die Dirne

Emsig Pflaum und Birne

In ihr Körbchen legt,

Dort mit leichten Schritten

Jene goldnen Quitten

In den Landhof trägt!

 

Flinke Träger springen,

Und die Mädchen singen,

Alles jubelt froh!

Bunte Bänder schweben

Zwischen hohen Reben

Auf dem Hut von Stroh.

 

Geige tönt und Flöte

Bei der Abendröte

Und im Mondenglanz;

Junge Winzerinnen

Winken und beginnen

Deutschen Ringeltanz

 

Sebastiaan Vrancx, Autumn  market scene in the heart of a village
Sebastiaan Vrancx, An Allegory of Autumn
Sebastiaan Vrancx (1573-1647; auch Franks oder Franck) war ein flämischer Schlachten- und Genremaler.

Otto Julius Bierbaum 1865-1910

An den Herbst

 

Mit dankbarem Gemüte

Hier nehm ich deine Güte,

Herbsttag, du milder Gast,

Der du mich reich beschenktest,

Den Sinn in Klare lenktest

Und mich zum Abend fröhlich ausgerüstet hast.

 

Nun ist in mir kein Drängen

Und bin doch nicht im Engen,

Bin ruhevoll bewegt.

Was gilt es, mehr zu wollen,

Als so im Friedevollen

Teilhaftig sein des Ganzen, das mütterlich uns hegt.

 

 

Sir John Everett Millais,

Mariana, 1851
Sir John Everett Millais, (1829-189]) war ein britischer Maler aus dem Kreis der Präraffaeliten.

Max Dauthendey 1867-1918

Immer neue Küsse gib

 

Küß mich auf den Mund, mein Lieb,

Immer neue Küsse gib.

Wellt am Weinstock Blatt um Blatt,

Man den Most im Keller hat.

 

Ach, das Leben ist versüßt

Dem, der sich durchs Leben küßt.

Wer verkennt des Jahres Zweck,

Dem nur schenkt der Herbst den Dreck.

 

Liebste, drück mir auf den Mund

Küsse wie die Blätter bunt,

Küsse wie der junge Most,

Und berauscht leb' ich getrost.

 

Leopold von Kalckreuth, Landschaft, 1900
Leopold Karl Walter Graf von Kalckreuth (1855-1928) war ein deutscher Maler, Grafiker und Lehrer

Georg Trakl 1887-1914

Verklärter Herbst

 

Gewaltig endet so das Jahr

Mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.

Rund schweigen Wälder wunderbar

Und sind des Einsamen Gefährten.

 

Da sagt der Landmann: Es ist gut.

Ihr Abendglocken lang und leise

Gebt noch zum Ende frohen Mut.

Ein Vogelzug grüßt auf der Reise

 

Es ist der Liebe milde Zeit

Im Kahn den blauen Fluß hinunter

Wie schön sich Bild an Bildchen reiht

Das geht in Ruh und Schweigen unter

 

 

Utagawa Hiroshige, Maple Trees at Mama, Tekona Shrine and Linked Bridge, 1857
Utagawa Hiroshige (1797-1858) war zusammen mit Kuniyoshi und Kunisada einer der drei stilbildenden Meister des japanischen Farbholzschnitts am Ende der Edo-Zeit. Seine besondere Bedeutung liegt in einer völlig neuartigen Komposition des Landschaftsdruckes seiner Zeit und seinem maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des europäischen Impressionismus.

Kumagai Naoyoshi 1782-1862

 

Wenn einer einen blütenreichen Frühling

und einen satten Herbst erlebt,

so muß er sich doch eingestehen,

daß es schön ist, Mensch zu sein.

 

Albert Bierstadt, Autumn Woods
Albert Bierstadt (1830-1902) war ein amerikanischer Maler deutscher Herkunft.

Cäsar Otto Hugo Flaischlen 1864-1920

 

Das ist nicht Sommer mehr, das ist September ... Herbst:

diese großen weichen Wolken am Himmel,

diese feinen weißen Spinnwebschleier in der Ferne

und hinter den Gärten mit den Sonnenblumen

der ringelnde Rauch aufglimmender Krautfeuer ...

und diese süße weiche Müdigkeit und diese

frohe ruhige Stille überall und trotzdem wieder

diese frische, satte, erntefreudige, herbe Kraft ...

das ist nicht Sommer ... das ist Herbst.

 

Jekaterina Fjodorowna Junge, Fall Day in the Lefortovo Palace Garden in Moscow, 1892
Jekaterina Fjodorowna Junge (1843-1913) war eine russische Landschafts-, Genre- und Porträtmalerin der Düsseldorfer Schule.

Hermann Hesse (1877-1962)

Höhe des Sommers

 

Das Blau der Ferne klärt sich schon

Vergeistigt und gelichtet

Zu jenem süßen Zauberton,

Den nur September dichtet.

 

Der reife Sommer über Nacht

Will sich zum Feste färben,

Da alles in Vollendung lacht

Und willig ist zu sterben.

 

Entreiß dich, Seele nun der Zeit,

Entreiß dich deiner Sorgen

Und mache dich zum Flug bereit

In den ersehnten Morgen.

 

Walter Moras, Spreewaldlandschaft bei Lehde
Walter Moras (1856-1925) war ein deutscher Maler.

Theodor Storm 1817-1888

Herbst

 

Schon ins Land der Pyramiden

Flohn die Störche übers Meer;

Schwalbenflug ist längst geschieden,

Auch die Lerche singt nicht mehr.

 

Seufzend in geheimer Klage

Streift der Wind das letzte Grün;

Und die süßen Sommertage,

Ach, sie sind dahin, dahin!

 

Nebel hat den Wald verschlungen,

Der dein stillstes Glück gesehn;

Ganz in Duft und Dämmerungen

Will die schöne Welt vergehn.

 

Nur noch einmal bricht die Sonne

Unaufhaltsam durch den Duft,

Und ein Strahl der alten Wonne

Rieselt über Tal und Kluft.

 

Und es leuchten Wald und Heide,

Dass man sicher glauben mag,

Hinter allem Winterleide

Lieg ein ferner Frühlingstag.

 

 

Theodor Ohlsen, Sonnendurchflutetes Waldinneres im Herbst
Theodor Ohlsen (1855-1913) war ein deutscher Landschafts-, Marine- und Bildnismaler.
 

Friedrich Hebbel 1813-1863

Herbstbild

 

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!

Die Luft ist still, als atmete man kaum,

und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,

die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

 

O stört sie nicht, die Feier der Natur!

Dies ist die Lese, die sie selber hält;

denn heute löst sich von den Zweigen nur,

was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.

 

 

Auguste Renoir, Le Poirier

(Der Birnbaum), um 1870
Pierre-Auguste Renoir (1841-1919), oft nur Auguste Renoir genannt, war einer der bedeutendsten französischen Maler des Impressionismus.

Theodor Fontane 1819-1898

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

 

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,

Ein Birnbaum in seinem Garten stand,

Und kam die goldene Herbsteszeit

Und die Birnen leuchteten weit und breit,

Da stopfte, wenn's Mittag vom Turme scholl,

Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,

Und kam in Pantinen ein Junge daher,

So rief er: »Junge, wiste 'ne Beer?«

Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,

Kumm man röwer, ick hebb 'ne Birn.«

 

So ging es viel Jahre, bis lobesam

Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.

Er fühlte sein Ende. 's war Herbsteszeit,

Wieder lachten die Birnen weit und breit;

Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.

Legt mir eine Birne mit ins Grab.«

Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,

Trugen von Ribbeck sie hinaus,

Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht

Sangen »Jesus meine Zuversicht«,

Und die Kinder klagten, das Herze schwer:

»He is dod nu. Wer giwt uns nu 'ne Beer?«

 

So klagten die Kinder. Das war nicht recht -

Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;

Der neue freilich, der knausert und spart,

Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.

Aber der alte, vorahnend schon

Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,

Der wußte genau, was damals er tat,

Als um eine Birn' ins Grab er bat,

Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus

Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

 

Und die Jahre gehen wohl auf und ab,

Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,

Und in der goldenen Herbsteszeit

Leuchtet's wieder weit und breit.

Und kommt ein Jung' übern Kirchhof her,

So flüstert's im Baume: »Wiste 'ne Beer?«

Und kommt ein Mädel, so flüstert's: »Lütt Dirn,

Kumm man röwer, ick gew' di 'ne Birn.«

 

So spendet Segen noch immer die Hand

Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

 

 

Lesser Ury, Herbststimmung am Grunewaldsee
Leo Lesser Ury (1861-1931) war ein deutscher Maler und Grafiker der impressionistischen Berliner Secession. Seine Motive waren anfangs Landschaften, Großstadtbilder und Stillleben, in seiner Spätzeit schuf er auch Monumentalbilder mit biblischen Motiven.

Maria Luise Weissmann 1899-1929

Abend im Frühherbst

 

Weit ausgegossen liegt das breite Land.

Der Himmel taucht den Scheitel noch ins Licht,

Doch seitlich hebt gelassen eine Hand

Die dunkle Maske Nacht ihm ins Gesicht.

 

Viel fette Lämmer weiden auf der Flur,

In Gärten steht das Kraut in seiner Fülle,

Herbstwälder ziehn als eine goldne Spur,

Am Baum die Frucht glänzt prall in ihrer Hülle.

 

Es ist der letzte dieser kurzen Tage:

All Ding steht reif und rund und unbewegt

Schwebend in sich gebannt wie eine Waage,

Die Tod und Leben gleichgewichtig trägt.

 

Edward Arthur Walton, Autumn Sunshine, 1883
Edward Arthur Walton (1860-1922) war ein schottischer Maler des Spätimpressionismus.

Wilhelm Busch 1832-1908

Im Herbst

 

Der schöne Sommer ging von hinnen,

Der Herbst, der reiche, zog ins Land.

Nun weben all die guten Spinnen

So manches feine Festgewand.

 

Sie weben zu des Tages Feier

Mit kunstgeübtem Hinterbein

Ganz allerliebste Elfenschleier

Als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.

 

Ja, tausend Silberfäden geben

Dem Winde sie zum leichten Spiel,

Die ziehen sanft dahin und schweben

Ans unbewußt bestimmte Ziel.

 

Sie ziehen in das Wunderländchen,

Wo Liebe scheu im Anbeginn,

Und leis verknüpft ein zartes Bändchen

Den Schäfer mit der Schäferin.

 

Ivan Pokhitonov, Umgebung von Lüttich
Ivan Pavlovitch Pokhitonov (1850-1923) war ein russischer und ukrainischer Landschaftsmaler und Grafiker, der einen Großteil seines Arbeitslebens in Frankreich und Belgien verbrachte.
 

Die Kartoffel

Robert Müller, Kartoffelernte - Der König überall, 1886
Robert Müller (später: Warthmüller, 1859-1895) war ein deutscher Maler.

Friedrich der Große war bekannt für seine unangekündigten Inspektionsreisen durch sein Land. Anlässlich seiner Einführung der Kartoffel als Grundnahrungsmittel per Anordnung 1756 kontrollierte der Große König auch die Bauern in den Dörfern. Eine solche Szene hat Robert Müller in seinem Gemälde "Die Kartoffelernte" festgehalten.
 

Michael Ancher, Kartoffelhøst, 1901
Michael Peter Ancher (1849-1927) war ein dänischer Maler.

"Die kubischen Dimensionen der Solanum Tuberosum stehen

in reziproker Relation zur intellektuellen Kapazität

ihres rustikalen Kultivators."
Oder
"Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln."

Camille Pissarro, Kartoffelernte, 1893
Jacob Abraham Camille Pissarro (1830-1903) war einer der bedeutendsten und produktivsten Maler des Impressionismus.

 

Max Liebermann, Die Kartoffelernte
Max Liebermann (1847-1935) war ein deutsch-jüdischer Maler und Grafiker. Er gehört zu den bedeutendsten Vertretern des deutschen Impressionismus.

"Solanum tuberosum L., die Kartoffel, Erdäpfel, aus dem heißeren Amerika herstammend, hat als Nahrungsmittel alle Zweifel besiegt, trotz ihrer bösen Verwandtschaft. Die Gattung Solanum, Nachtschatten, ist eine der zahlreichsten des Pflanzenreiches; sie gehört vorzüglich dem heißeren Erdgürtel an. Die Pflanzen, die sie einbegreift, sind der schädlichen Eigenschaften, die wir in den vorerwähnten Giftpflanzen bezeichnet haben, teilhaftig oder verdächtig. Die Früchte etlicher werden als Gemüse gegessen. Die Knollen, welche Stärkemehlbehälter zur Ernährung der Pflanzen sind, haben bei verschiedenen Gewächsen keinen Anteil an deren giftigen Kräften; die Knollen von Solanum tuberosum und von zwei anderen verwandten Arten sind eine gesunde Nahrung, und die Kartoffel wird jetzt überall angebaut."

Adelbert von Chamisso (1781-1838), Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch (erstellt im Auftrag des Preußischen Kultusministeriums)

 

Jules Bastien-Lepage, Kartoffelernte
Jules Bastien-Lepage (1848-1884) war ein französischer Maler. Sein Werk ist dem Naturalismus zuzuordnen.

 

Jan Zoetelief Tromp, Potato harvest
Johannes (Jan) Zoetelief Tromp  (1872-1947) war ein niederländischer Maler.

Fred Endrikat (1890-1942)

 

Die Kokosnuß erzählt von hohen Palmen

Romanzen aus der Tropenkolonie.

Wenn hier daheim Kartoffelpuffer qualmen,-

Das nenn' ich Weihrauch - das ist Poesie!

*

Ich stütze meine Arme auf den Spaten.
Verdammt - das Bücken fällt beim Buddeln schwer.
Die Pellkartoffeln sind famos geraten.
Nun noch der Hering! Herz, was willst du mehr?

 

Hugo Mühlig, Kartoffelernte Feuer
Hugo Mühlig (1854-1929) war ein deutscher Maler. Er lebte ab 1881 als Maler von Landschaften und Genreszenen in Düsseldorf
 

José Júlio de Souza Pinto, Die Kartoffelernte - Kartoffelfeuer, 1898, Musée d'Orsay
José Júlio de Souza Pinto (1856-1939) war ein portugiesischer Maler im naturalistischen Stil.

Joachim Ringelnatz (1883-1934)

 

"Hört!" rief die Kartoffel, "ich weiß eine tolle

Geschichte von einer Zauberknolle,

Die einen Regenwurm in ein Blatt

Und dann in ein Heupferd verwandelt hat!"

Und die Kartoffel wollte beginnen - -

Da war kein Wasser im Topf mehr drinnen.

So platzte ihr schönes Kartoffelkleid.

"Ach", jammerte sie, "es tut mir so leid,

Ich würde euch gern die Geschichte erzählen,

Doch ist es zu spät - ich muss mich jetzt schälen."

 

So sprach die Kartoffel und drehte sich um

Und blieb von dieser Minute an stumm!

 

Albert Samuel Anker, Die kleine Kartoffelschälerin, 1886
Albert Samuel Anker (183-1910) war ein Schweizer Maler, Grafiker und Genremaler des schweizerischen Volkslebens.
 

 

Anders Zorn, Peeling potatoes, 1916
Anders Leonard Zorn (1860-1920) war ein schwedischer Maler, Grafiker und Bildhauer.

Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Abschiedsworte an Pellka

 

Jetzt schlägt deine schlimme Stunde,

du Ungleichrunde,

du Ausgekochte, du Zeitgeschälte,

du Vielgequälte,

du Gipfel meines Entzückens.

Jetzt kommt der Moment des Zerdrückens

mit der Gabel! - - Sei stark!

Ich will auch Butter und Salz und Quark

Oder Kümmel, auch Leberwurst in dich stampfen.

Musst nicht so ängstlich dampfen.

Ich möchte dich doch noch einmal erfreun.

Soll ich Schnittlauch über dich streun?

Oder ist dir nach Hering zumut?

Du bist ein so rührend junges Blut. -

Deshalb schmeckst du besonders gut.

Wenn das auch egoistisch klingt,

So tröste dich damit, du wundervolle

Pellka, dass du eine Edelknolle

Warst, und dass dich ein Kenner verschlingt.

 

Vincent van Gogh, Die Kartoffelesser
Vincent Willem van Gogh (1853-1890) war ein niederländischer Maler und Zeichner; er gilt als einer der Begründer der modernen Malerei.

Matthias Claudius (1740-1815)

Kartoffellied

 

Pasteten hin, Pasteten her,

was kümmern uns Pasteten?

Die Kumme hier ist auch nicht leer

und schmeckt so gut als bonne chere

von Fröschen und von Kröten.

 

Und viel Pastet und Leckerbrot

verdirbt nur Blut und Magen.

Die Köche kochen lauter Not,

sie kochen uns viel eher tot;

Ihr Herren, laßt Euch sagen!

 

Schön rötlich die Kartoffeln sind

und weiß wie Alabaster!

Sie däun sich lieblich und geschwind

und sind für Mann und Frau und Kind

ein rechtes Magenpflaster.

Jean François Millet, L'Angélus
Jean-François Millet (1814-1875) war ein französischer Maler des Realismus.

Um ernst zu sein,

genügt Dummheit,

während zur Heiterkeit

ein großer Verstand unerläßlich ist.
William Shakespeare

Wer Trinken, Rauchen und Sex aufgibt,

lebt auch nicht länger.

Es kommt ihm nur so vor.
Sigmund Freud

Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
Gustav Mahler

Was wir brauchen,

sind ein paar verrückte Leute;

seht euch an,

wohin uns die Normalen gebracht haben.
George Bernard Shaw

Der Kluge lernt aus allem
und von jedem,
der Normale aus
seinen Erfahrungen und
der Dumme
weiß alles besser.
Sokrates
Es ist schon alles gesagt,
nur noch nicht von allen.
Karl Valentin
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