BuchKult
BuchKult

... Als wie ein Bild, das goldne Pracht umschwebet.

Hölderlin, Der Herbst

 

... Herbst du sollst mich Haushalt lehren,

Zu entbehren, zu begehren, ...

Clemens Brentano, aus: Lieb und Leid im leichten Leben

 

Es gibt eine Stille des Herbstes

bis in die Farben hinein.

Hugo von Hofmannsthal 1874-1929

 

Der Herbst,

der der Erde die Blätter wieder zuzählt,

die sie dem Sommer geliehen hat.

Georg Christoph Lichtenberg 1742-1799

 

Im Herbste sieht man, als Opalen,

Der Bäume bunte Blätter strahlen.

Barthold Heinrich Brockes, aus: Die Welt ist allezeit schön

 

Ich ziehe deshalb den Herbst dem Frühjahr vor,

weil das Auge im Herbst den Himmel,

im Frühjahr aber die Erde sucht.

Søren Kierkegaard 1813-1855

 

... Stets wird auch Ruhm erwerben

Der Herbst, vorausgesetzt,

Daß er mit vollen Körben

Uns Aug und Mund ergötzt.

 

Indes durch leises Tupfen

Gemahnt er uns bereits:

Bald, Kinder, kommt der Schnupfen

Und 's Gripperl seinerseits. ...

Wilhelm Busch, aus: Zum Geburtstag im Juni

 

John Joseph Enneking, Early Autumn
John Joseph Enneking (1841-1916) war ein amerikanischer impressionistischer Maler, der mit der Boston School verbunden war.

Martin Greif 1839-1911

Herbst im Sommer

 

Währt zu lang' ein Regen fort

Und die Bäche gehn geschwollen,

Fallen siehst du da und dort

Blätter, kaum hervorgequollen.

 

Seufzer dringen durch die Luft

Und ein Stöhnen durch die Wälder,

Grabesfeuchter Nebelduft

Dehnt sich hin durch Flur und Felder.

 

Mitten in der Sommerszeit

Kommt dir an den Herbst ein Mahnen,

Wie des Glückes Flüchtigkeit

Wir erst, wenn es schwindet, ahnen.

 

 

Lovis Corinth, Herbstblumen, 1895
Lovis Corinth (1858-1925) war ein deutscher Maler, Zeichner und Grafiker.
 

 

... Eines Morgens riechst du den Herbst. Es ist noch nicht kalt; es ist nicht windig; es hat sich eigentlich gar nichts geändert — und doch alles. Es geht wie ein Knack durch die Luft — es ist etwas geschehen; so lange hat sich der Kubus noch gehalten, er hat geschwankt ..., na ... na ..., und nun ist er auf die andere Seite gefallen. Noch ist alles wie gestern: Die Blätter, die Bäume, die Sträucher ... aber nun ist alles anders. Das Licht ist hell, Spinnen-fäden schwimmen durch die Luft, alles hat sich einen Ruck gegeben, dahin der Zauber, der Bann ist gebrochen — nun geht es in einen klaren Herbst. Wie viele hast du? Dies ist einer davon. Das Wunder hat vielleicht vier Tage gedauert oder fünf, und du hast gewünscht, es solle nie, nie aufhören. Es ist die Zeit, in der ältere Herren sehr sentimental werden — es ist nicht der Johannis-trieb, es ist etwas andres. Es ist: optimistische Todesahnung, eine fröhliche Erkenntnis des Endes. Spätsommer, Frühherbst und das, was zwischen ihnen beiden liegt. Eine ganz kurze Spanne Zeit im Jahre. ...

aus: Kurt Tucholsky, Die fünfte Jahreszeit, 1929

Hier gibts den ganzen Text von Tucholsky als pdf-Dokument zum Downloaden:

pdf-Logo anklicken und der Download startet.

Józef Marian Chelmonski, Indian Summer, 1875, Nationalmuseum in Warschau
Józef Marian Chelmonski (1849-1914) war ein polnischer Maler.

Angelus Silesius 1624-1677

 

Der Winter ist die Sünd',

Die Buße Frühlingszeit,

Der Sommer Gnadenstand,

Der Herbst Vollkommenheit.

 

Oscar Törnå, Landskap med björkar
Oscar Emil Törnå (1842-1894) war ein schwedischer Landschaftsmaler.

Gottfried Benn 1886-1956

Tag, der den Sommer endet

 

Tag, der den Sommer endet,

Herz, dem das Zeichen fiel.

Die Flammen sind versendet,

die Fluten und das Spiel.

 

Die Bilder werden blasser,

entrücken sich der Zeit.

Wohl spiegelt sie noch ein Wasser,

doch auch dies Wasser ist weit.

 

Du hast eine Schlacht erfahren,

trägst noch ihr Stürmen, ihr Fliehn,

indessen die Schwärme, die Scharen,

die Heere weiterziehn.

 

Rosen und Waffenspanner,

Pfeile und Flammen weit –;

die Zeichen sinken, die Banner –;

Unwiderbringlichkeit

 

Andrea Tavernier, Mattino autunnale
Andrea Tavernier (1858-1932) war ein italienischer Maler, hauptsächlich von Landschaften und städtischen Veduten.

Rainer Maria Rilke 1875-1926

Herbsttag

 

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.

Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,

Und auf den Fluren laß die Winde los.

 

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;

gib ihnen noch zwei südlichere Tage,

dränge sie zur Vollendung hin und jage

die letzte Süße in den schweren Wein.

 

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.

Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,

wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben

und wird in den Alleen hin und her

unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

 

 

Leo Putz, Herbst
Leo Putz (1869-1940) war ein Tiroler Künstler.

Conrad Ferdinand Meyer 1825-1898

Fülle

 

Genug ist nicht genug! Gepriesen werde

Der Herbst! Kein Ast, der seiner Frucht entbehrte!

Tief beugt sich mancher allzu reich beschwerte,

Der Apfel fällt mit dumpfem Laut zur Erde.

 

Genug ist nicht genug! Es lacht im Laube!

Die saft'ge Pfirsche winkt dem durst'gen Munde!

Die trunknen Wespen summen in die Runde:

»Genug ist nicht genug!« um eine Traube.

 

Genug ist nicht genug! Mit vollen Zügen

Schlürft Dichtergeist am Borne des Genusses,

Das Herz, auch es bedarf des Überflusses,

Genug kann nie und nimmermehr genügen!

 

Hans Andersen Brendekilde, Tre småpiger plukker brombær, um 1885
Hans Andersen Brendekilde (1857-1942) war ein dänischer Maler.

Christian Morgenstern 1871-1914

Früh-Herbst

 

Sieh, des Herbstes Geisteshelle

klärt und adelt die Gelände;

Erdenbreiten, Himmelswände

kost dieselbe lautre Welle.

 

O du glückversunken Säumen,

eh' die Sommerfarben sterben!

O du letztes Liebeswerben

aus den unbegriffnen Räumen!

 

»Dass mir so die Seele leuchte,

wann ich einst des Winters werde!«

Und in meines Auges Feuchte

spiegelt sich der Schmelz der Erde.

 

Helen Allingham, Harvest Twilight - Autumn Twilight
Helen Allingham (1848-1926) war eine britische Genremalerin und Illustratorin.

Richard Dehmel 1863-1920

Erntelied

 

Es steht ein goldnes Garbenfeld,

Das geht bis an den Rand der Welt.

        Mahle, Mühle, mahle!

 

Es stockt der Wind im weiten Land,

Viel Mühlen stehn am Himmelsrand.

        Mahle, Mühle, mahle!

 

Es kommt ein dunkles Abendrot,

Viel arme Leute schrein nach Brot.

        Mahle, Mühle, mahle!

 

Es hält die Nacht den Sturm im Schoß,

Und morgen geht die Arbeit los.

        Mahle, Mühle, mahle!

 

Es fegt der Sturm die Felder rein,

Es wird kein Mensch mehr Hunger schrein.

        Mahle, Mühle, mahle!

 

George Inness, Early Autumn, Montclair 1891
George Inness (1825-1894) war ein amerikanischer tonalistischer Maler.

August Heinrich

Hoffmann von Fallersleben 1798-1874

Herbstlied

 

Der Frühling hat es angefangen,

Der Sommer hat's vollbracht.

Seht, wie mit seinen roten Wangen

So mancher Apfel lacht!

 

Es kommt der Herbst mit reicher Gabe,

Er teilt sie fröhlich aus,

Und geht dann wie am Bettelstabe,

Ein armer Mann, nach Haus.

 

Voll sind die Speicher nun und Gaden,

Dass nichts uns mehr gebricht.

Wir wollen ihn zu Gaste laden,

Er aber will es nicht.

 

Er will uns ohne Dank erfreuen,

Kommt immer wieder her:

Lasst uns das Gute drum erneuen,

Dann sind wir gut wie er.

 

 

Francesco

del Cossa (attr.),

Der Herbst -

Die Muse Polyhymnia
Francesco del Cossa (1435-1477) war ein italienischer Renaissancemaler der Ferraneser Schule.

Rainer Maria Rilke 1875-1926

Noch ahnst du nichts vom Herbst des Haines

 

Noch ahnst du nichts vom Herbst des Haines,

drin lichte Mädchen lachend gehn,

nur manchmal küsst wie fernes, feines

Erinnern dich der Duft des Weines, –

sie lauschen, und es singt wohl eines

ein wehes Lied vom Wiedersehn.

 

In leiser Luft die Ranken schwanken,

wie wenn wer Abschied winkt. – Am Pfad

stehn alle Rosen in Gedanken,

sie sehen ihren Sommer kranken,

und seine hellen Hände sanken

leise von seiner reifen Tat.

 

Henri Edmond Cross, Herbstlandschaft, um 1903
Henri Edmond Cross (1856-1910), eigentlich Henri-Edmond Delacroix, war ein französischer Maler, einer der bedeutendsten Vertreter des Pointillismus.

Martin Greif 1839-1911

Nachsommer

 

Es leuchtet der Himmel

Im späten Strahl,

Auf lachende Wiesen

In Berg und Tal.

 

Rings öffnen sich Kelche,

Die wunderzart –

O zeige dich, Seele,

Von gleicher Art!

 

Hermann Koch, Der goldene Herbst
Hermann Koch (1856-1939) war ein deutscher Maler.

Cäsar Flaischlen 1864-1920

Ein Sonntag

 

So geht ein Sonntag still zu Ende,

auf den du lange dich gefreut ...

ein müder Bettler steht am Weg,

am heimatlosen,

und spielt ein Leierkastenlied ...

ein leises Abendrot verweint am Himmel ...

und aus den Gärten her, sommermüd,

kommt's wie einst ein Duft

von heimlich welkenden Rosen.

 

Ettore Tito, Automne, 1914, Rom, Galerie nationale d'art moderne et contemporain
Ettore Tito (1859-1941) war ein venezianischer Maler und Bildhauer.

Georg Trakl 1887-1914

Sonniger Nachmittag

 

Ein Ast wiegt mich im tiefen Blau.

Im tollen, herbstlichen Blattgewirr

Flimmern Falter, berauscht und irr.

Axtschläge hallen in der Au.

 

In roten Beeren verbeißt sich mein Mund

Und Licht und Schatten schwanken im Laub.

Stundenlang fällt goldener Staub

Knisternd in den braunen Grund.

 

Die Drossel lacht aus den Büschen her

Und toll und laut schlägt über mir

Zusammen das herbstliche Blattgewirr –

Früchte lösen sich leuchtend und schwer.

 

 

Léon Frédéric, The Four Seasons - Fall
Léon Frédéric (1856-1940) war ein belgischer Maler des Symbolismus.

Maria Luise Weissmann 1899-1929

Abend im Frühherbst

 

Weit ausgegossen liegt das breite Land.

Der Himmel taucht den Scheitel noch ins Licht,

Doch seitlich hebt gelassen eine Hand

Die dunkle Maske Nacht ihm ins Gesicht.

 

Viel fette Lämmer weiden auf der Flur,

In Gärten steht das Kraut in seiner Fülle,

Herbstwälder ziehn als eine goldne Spur,

Am Baum die Frucht glänzt prall in ihrer Hülle.

 

Es ist der letzte dieser kurzen Tage:

All Ding steht reif und rund und unbewegt

Schwebend in sich gebannt wie eine Waage,

Die Tod und Leben gleichgewichtig trägt.

 

George Clausen, An Autumn Morning, Ploughing
George Clausen (1852-1844) war ein britischer Künstler, der mit Öl und Aquarell, Radierung, Mezzotinta, Trockenpunkt und gelegentlich Lithografien arbeitete.

Wilhelm Busch 1832-1908

Im Herbst

 

Der schöne Sommer ging von hinnen,

Der Herbst, der reiche, zog ins Land.

Nun weben all die guten Spinnen

So manches feine Festgewand.

 

Sie weben zu des Tages Feier

Mit kunstgeübtem Hinterbein

Ganz allerliebste Elfenschleier

Als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.

 

Ja, tausend Silberfäden geben

Dem Winde sie zum leichten Spiel,

Die ziehen sanft dahin und schweben

Ans unbewußt bestimmte Ziel.

 

Sie ziehen in das Wunderländchen,

Wo Liebe scheu im Anbeginn,

Und leis verknüpft ein zartes Bändchen

Den Schäfer mit der Schäferin.

 

 

 

Sinaida Serebrjakova,

The Shoots of Autumn Crops
Sinaida Jewgenjewna Serebrjakowa (1884-1967) war eine russische Malerin und Vertreterin des russischen Impressionismus, die seit ihrer Emigration 1924 in Frankreich lebte.
 

Carl Hermann Busse 1872-1918

Herbstbeginn

 

I.

Zu Herbst nun gehn die Tage

Und schneller naht die Nacht,

Ganz ohne Klang und Klage

Stirbt Laub und Gärtenpracht.

 

Scheu bebt ein Schlußverkünden

Auch mir durch Sang und Sinn,

Und nachts auf Wiesengründen

Schleicht schon die Moorfrau hin ...

 

II.

So will sich rings auf all die Blüten betten

Herbstbraune Ruh,

Wildgänse ziehn in langen weißen Ketten

Dem Süden zu.

 

Mir ist zu Sinn, als müßt' auch ich jetzt wandern

Von Ort zu Ort,

Nach meiner Heimat, einer ewigen, andern,

Weitfort, weitfort ...

 

Mihály von Munkácsy, Maizefield, 1874
Mihály von Munkácsy, eigentlich Michael Lieb (1844-1900), war ein ungarischer Maler des Realismus und Freskant, der im 19. Jahrhundert europaweit bekannt war.

Joseph von Eichendorff 1788-1857

Es ist nun der Herbst gekommen

 

Es ist nun der Herbst gekommen,

Hat das schöne Sommerkleid

Von den Feldern weggenommen

Und die Blätter ausgestreut,

Vor dem bösen Winterwinde

Deckt er warm und sachte zu

Mit dem bunten Laub die Gründe,

Die schon müde gehn zur Ruh.

 

Durch die Felder sieht man fahren

Eine wunderschöne Frau, -

Und von ihren langen Haaren

Goldne Fäden auf der Au

Spinnet sie und singt im Gehen:

Eia, meine Blümelein,

Nicht nach andern immer sehen,

Eia, schlafet, schlafet ein.

 

Und die Vöglein hoch in Lüften

Über blaue Berg und Seen

Ziehn zur Ferne nach den Klüften,

Wo die hohen Zedern stehn,

Wo mit ihren goldnen Schwingen

Auf des Benedeiten Gruft

Engel Hosianna singen

Nächtens durch die stille Luft.

 

Max Liebermann, Arbeiter im Rübenfeld
Max Liebermann (1847-1935) war ein deutsch-jüdischer Maler und Grafiker. Er gehört zu den bedeutendsten Vertretern des deutschen Impressionismus.

Oskar Loerke 1884-1941

Erntezeit

 

Braune Fliegen spielen

Um die Tannen im Tanz.

Und die vielen vielen

Lerchen über dem Kranz

Sommerlich schwerer Bäume

Wandeln die Wolken zum Lied.

Unten triefende Zäume,

Wagen um Wagen zieht ...

Duft von Nadelgrün, Zapfen.

Duft von dorrendem Heu ...

Leiser Ernter Stapfen

Durchbahnen die Seele neu.

 

 

Karl Hartmann, Herbstsonne, 1903
Karl Ludwig Georg Wilhelm Hartmann (1861-1927) war ein deutscher Maler und Baumeister.

Catharina Regina von Greiffenberg 1633-1694

Auf die fruchtbringende Herbstzeit

 

Freuderfüller, Früchtebringer, vielbeglückter Jahreskoch,
Gründung-, Blüh- und Zeitungziel, werkbeseeltes Lustverlangen!
Lange Hoffnung ist in dir in die Taterweisung gangen.
Ohne dich wird nur beschauet, aber nichts genossen noch.

Du Vollkommenheit der Zeiten, mache bald vollkommen doch,
Was von Blüh- und Wachstumskraft halbes Leben schon empfangen!
Deine Wirkung kann allein mit der Werkvollziehung prangen.
Werter Zeitenschatz, ach, bringe jenes Blühen auch so hoch,

Schütt aus deinem reichen Horn hochverhoffte Freudenfrüchte!
Lieblich süsser Mundergetzer, lab auch unsern Geist zugleich!
So erhebt mit jenen er deiner Früchte Ruhmgerüchte.

Zeitig´ die verlangten Zeiten in dem Oberherrschungsreich,
Lass die Anlasskerne schwarz, Schickungsäpfel saftig werden,
Dass man Gottes Gnadenfrücht froh geniesst und isst auf Erden.

 

Joaquim Vayreda i Vila, The Scarecrow
Joaquim Vayreda i Vila (1843-1894) war ein katalanischer Landschaftsmaler des Realismus.

August Heinrich

Hoffmann von Fallersleben 1798-1874

Herbst ist es wieder

 

Herbst ist es wieder, gelbe Blätter fallen,

Die Schwalbe mit dem Storch gen Süden zieht,

Und nur des Kranichs Abschiedslieder schallen,

Und durch die Stoppeln singt der Wind sein Lied.

Der Nebel hüllet ein des Tages Sonne,

Hin ist des Sommers lichte Freud‘ und Wonne.

 

Wie könnten wir doch solche Zeit ertragen!

Die Hoffnung tröstet uns in unserm Leid.

Es kommt nach diesen stillen trüben Tagen

Die lichte freudenreiche Sommerzeit.

Sie bringt uns Sonnenwärme, Blumen, Lieder,

Sie bringt uns unsers Herzens Wonne wieder.

 

George Henry Durrie, Autumn in New England, Cider Making, 1863, Madrid, Thyssen Bornemisza
George Henry Durrie (1820-1863) war ein US-amerikanischer Künstler.

Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832

Herbstgefühl

 

Fetter grüne, du Laub,

Am Rebengeländer

Hier mein Fenster herauf!

Gedrängter quellet,

Zwillingsbeeren, und reifet

Schneller und glänzend voller!

Euch brütet der Mutter Sonne

Scheideblick, euch umsäuselt

Des holden Himmels

Fruchtende Fülle;

Euch kühlet des Mondes

Freundlicher Zauberhauch,

Und euch betauen, ach!

Aus diesen Augen

Der ewig belebenden Liebe

Vollschwellende Tränen.

 

Fritz von Uhde, Im Herbst - Die Hirtin im Dachauer Moos
Fritz von Uhde (1848-1911) war ein sächsischer Kavallerieoffizier und Maler.Sein Stil lag zwischen Realismus und Impressionismus.

Hans Leifhelm 1891-1947

Nähe des Herbstes

 

Schwarzes Gewölke der dämmernden Frühe

Wandelt sich kupfrig im Morgenstrahl,

Gleich als wenn er schon herbstlich verblühe,

Bleicht des verfallenen Mondes Fanal,

Dumpf aus dem Dorfe brüllen die Kühe.

 

Vogelbeeren locken der Näscher

Schwirrende Schwärme, im Wasser streift

Heimwärts der Otter, der scheue Häscher,

Und wo der Bach das Gehöft umschweift,

Schallt von der Tenne der Dreiklang der Drescher.

 

Sommerlich will noch der Morgen entbrennen,

Aber der Tau liegt wie Reif so schwer,

Weiter Umkreis ist klar zu erkennen,

Und aus der Ferne schreitet schon her

Der, den die Lippen nur flüsternd nennen.

 

Doch durch den Mittag wie flutende Wogen

Gehen die Düfte von Erde und Frucht,

Und am schimmernden Himmelsbogen

Kommen in Scharen aus ferner Bucht

Weiß und leuchtend die Wolken gezogen.

 

Fahl an dem Fensterkreuz hängen die Zöpfe

Blätternder Zwiebel und rascheln gelind,

Über die Ställe neigen die Schöpfe

Tuschelnd Holunder, und ragend im Wind

Bleichen am Giebel die Pferdeköpfe.

 

Und durch die Klappe schlüpft ein in die Tenne

Heimlich die Katze, und lockend die Schaar,

Wandelt mit ihren Küchlein die Henne,

Sichernd und äugend nach Sperbergefahr,

Daß nicht der Räuber die Beute gewänne.

 

Stahlblaue Tauben suchen nach Krumen

Hinter dem Hause, der Sperling pickt

Ölige Kerne der Sonnenblumen,

Drüben am Teiche, mit Silber bestickt,

Hocken die Weiden, gebleichte Muhmen.

 

Weintrauben reifen mit gärendem Blute

Spät an der Südwand, im Obstbaum hängt

Vogelscheuche mit nickendem Hute,

Und in der Koppel das Fohlen drängt

Furchtsam sich nah an die weidende Stute.

 

Sieh, in dem Garten die Georginen

Glänzen metallisch, das Bohnenblatt dorrt,

Wehend in glitzernden Serpentinen

Segeln die flüchtigen Herbstfäden fort,

Letzten Gewinst tragen heimwärts die Bienen.

 

Nah ist die Zeit, da wie jähes Erschrecken

Fremd und verwirrend der Weststurm geht,

Geisterhaft wirbelt es auf an den Ecken,

Flatternd im kreisenden Taumel verweht

Falbes Laub und es knistern die Hecke.

 

Leopold von Kalckreuth, Landschaft, 1900
Leopold Karl Walter Graf von Kalckreuth (1855-1928) war ein deutscher Maler, Grafiker und Lehrer

Martin Greif 1839-1911

Herbstblumen

 

Blumen duften durch den Garten,

Doch es sind nur späte Blumen,

Keine Rosen stehn dabei.

Drum, wie lieblich sie auch duften,

Mehr der Trauer als der Freude

Wecken sie im Herzen auf.

Meldet jede doch darunter

Nur dasselbe wie die andre,

Daß der Glanz des Sommers fliehe,

Daß der Herbst schon angebrochen,

Daß der Winter nicht mehr fern.

 

 

 

Hans Emmenegger, Astern
Hans Emmenegger (1866-1940) war ein Schweizer Maler, Zeichner und Radierer.

Joachim Ringelnatz 1883-1934

Herbstliche Wege

 

Des Sommers weiße Wolkengrüße

zieh'n stumm den Vogelschwärmen nach,

die letzte Beere gärt voll Süße,

zärtliches Wort liegt wieder brach.

 

Und Schatten folgt den langen Wegen

aus Bäumen, die das Licht verfärbt,

der Himmel wächst, in Wind und Regen

stirbt Laub, verdorrt und braun gegerbt.

 

Der Duft der Blume ist vergessen,

Frucht birgt und Sonne nun der Wein

und du trägst, was dir zugemessen,

geklärt in deinen Herbst hinein.

 

Walter Moras, Spreewaldlandschaft bei Lehde
Walter Moras (1856-1925) war ein deutscher Maler.

Heinrich Heine 1797-1856

Der scheidende Sommer

 

Das gelbe Laub erzittert,

Es fallen die Blätter herab;

Ach, alles was hold und lieblich,

Verwelkt und sinkt ins Grab.

 

Die Gipfel des Waldes umflimmert

Ein schmerzlicher Sonnenschein;

Das mögen die letzten Küsse

des scheidenden Sommers sein.

 

Mir ist, als müßt ich weinen

Aus tiefstem Herzensgrund;

Dies Bild erinnert mich wieder

An unsere Abschiedsstund'.

 

Ich mußte von dir scheiden,

Und wußte, du stürbest bald;

Ich war der scheidende Sommer,

Du warst der sterbende Wald.

 

 

Peder Mørk Mønsted,

Early Autumn
Peder Mørk Mønsted (1859-1941) war ein dänischer Landschaftsmaler.

Friedrich Hebbel 1813-1863

Herbstbild

 

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!

Die Luft ist still, als atmete man kaum,

und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,

die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

 

O stört sie nicht, die Feier der Natur!

Dies ist die Lese, die sie selber hält;

denn heute löst sich von den Zweigen nur,

was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.

 

Isaak Lewitan, River in the Forest, Autumn
Isaak Iljitsch Lewitan (1860-1900) war einer der bedeutendsten russischen Maler des Realismus.

Martin Greif 1839-1911

Am herbstlichen Seeufer

 

Düstere Wogen

Kommen gezogen

Seufzend heran –

Einsamer Tage

Herbstliche Klage

Kündet sich an!

 

Emile Friant, Les Amoureux, Musée des beaux arts de Nancy
Émile Friant (1863-1932) war ein französischer Maler.

Gerrit Engelke 1890-1918

Ein herbstlich Lied für Zweie

 

Auch diesem Stieglitz da im Blätterfall

tickt wunderbar in seinem Federball

ein schüchtern schluchzend Herz, ein kleines,

ein Herz wie meins und deines.

 

Der Vogel singt, weil ihn sein Herz bezwingt

und große Sonnenlust ihn frisch umschwingt,

er muß von seinem Herzen zehren.

 

Und jedes Flüsterbäumchen uns vertraut

trägt unter seiner weichen Rindenhaut

ein horchend Neugierherz, ein wachsend kleines,

ein Herz wie meins und deines.

 

Der Baum verzweigt, und weiter zweigt er still,

weil frei sein Herz ins Blaue schauen will –

er muß von seinem Herzen zehren.

 

Wer spürt, wie bald das nächt'ge Schweigen naht.

Du hast mich lieb und gehst denselben Pfad;

wir leben zueinander warm und still:

Wie unser ruhlos wunschgroß Herz es will.

 

 

Max Nonnenbruch, Stiller Winkel, 1909
Max Nonnenbruch (1857-1922) war ein deutscher Maler der Münchner Schule, des Neoklassizismus und des Symbolismus.

Selma Meerbaum-Eisinger 1924-1942

Welke Blätter

 

Plötzlich hallt mein Schritt nicht mehr,

sondern rauschet leise, leise,

wie die tränenvolle Weise,

die ich sing', von Sehnsucht schwer.

Unter meinen müden Beinen,

die ich hebe wie im Traum,

liegen tot und voll von Weinen

Blätter von dem großen Baum.

 

 

Ivan Pokhitonov, Umgebung von Lüttich
Ivan Pavlovitch Pokhitonov (1850-1923) war ein russischer und ukrainischer Landschaftsmaler und Grafiker, der einen Großteil seines Arbeitslebens in Frankreich und Belgien verbrachte.
 

Friedrich Rückert 1788-1866

Herbsthauch

 

Herz, nun so alt und noch immer nicht klug,

Hoffst du von Tagen zu Tagen,

Was dir der blühende Frühling nicht trug,

Werde der Herbst dir noch tragen!

 

Läßt doch der spielende Wind nicht vom Strauch,

Immer zu schmeicheln, zu kosen.

Rosen entfaltet am Morgen sein Hauch,

Abends verstreut er die Rosen.

 

Läßt doch der spielende Wind nicht vom Strauch,

Bis er ihn völlig gelichtet.

Alles, o Herz, ist ein Wind und ein Hauch,

Was wir geliebt und gedichtet.

 

Mihály Zeller, Afternoon Lights in the Park
Mihály Zeller (1859-?) war ein ungarischer Maler.

Ferdinand von Saar 1833-1906

Herbst

 

Der du die Wälder färbst,

Sonniger, milder Herbst,

Schöner als Rosenblühn

Dünkt mir dein sanftes Glühn.

 

Nimmermehr Sturm und Drang,

Nimmermehr Sehnsuchtsklang;

Leise nur atmest du

Tiefer Erfüllung Ruh.

 

Aber vernehmbar auch

Klaget ein scheuer Hauch,

Der durch die Blätter weht,

Daß es zu Ende geht.

 

Victor Gilsoul, Automne
Victor Gilsoul (1867-1939) war ein belgischer Landschaftsmaler und Radierer.

Johann Gaudenz von Salis-Seewis 1762-1834

Herbstlied

 

Bunt sind schon die Wälder,

Gelb die Stoppelfelder,

Und der Herbst beginnt.

Rote Blätter fallen,

Graue Nebel wallen,

Kühler weht der Wind.

 

Wie die volle Traube

Aus dem Rebenlaube

Purpurfarbig strahlt!

Am Geländer reifen

Pfirsiche mit Streifen

Rot und weiß bemalt.

 

Sieh! Wie hier die Dirne

Emsig Pflaum und Birne

In ihr Körbchen legt,

Dort mit leichten Schritten

Jene goldnen Quitten

In den Landhof trägt!

 

Flinke Träger springen,

Und die Mädchen singen,

Alles jubelt froh!

Bunte Bänder schweben

Zwischen hohen Reben

Auf dem Hut von Stroh.

 

Geige tönt und Flöte

Bei der Abendröte

Und im Mondenglanz;

Junge Winzerinnen

Winken und beginnen

Deutschen Ringeltanz.

 

Walentin Serow, Herbst, Domotkanovo, 1892,
Walentin Alexandrowitsch Serow (1865-1911) war ein russischer Maler, Grafiker und Porträtmaler. Er gilt als ein Vertreter der russischen Jugendstilmalerei.

Ludwig Scharf 1864-1938

Der Herbsthund

 

Der Herbsthund, der im Walde lebt

– Aus lauter dürrem Laub sein Fell –

Er füllt, wenn Blatt um Blatt verschwebt,

Die Luft mit heiserem Gebell.

 

Er sitzt und kläfft die Bäume an,

Bis jeder ihm sein Laub beläßt,

Und springt in seinem irren Wahn

Von Nord nach Süd, von Ost nach West.

 

Der Herbsthund, der im Walde wohnt,

Er heult oft fort die ganze Nacht,

Indeß sein bleicher Freund, der Mond,

Durch immer kahlres Astwerk lacht.

 

Und wer den Herbsthund je gesehn,

Dem wird nicht wohl mehr auf der Welt:

Er muß durch welke Blätter gehn,

Bis ihm der Hund des Todes bellt.

 

 

Winslow Homer, Gathering Autumn Leaves
Winslow Homer (1836-1910) war ein US-amerikanischer Zeichner und Maler.

Heinrich Seidel 1842-1906

Im  Herbst

 

Was rauscht zu meinen Füssen so?

Es ist das falbe Laub vom Baum!

Wie stand er jüngst so blüthenfroh

Am Waldessaum!

 

Was ruft zu meinen Häuptern so?

Der Vogel ist's im Wanderflug,

Der noch vor kurzem sangesfroh

Zu Neste trug.

 

Mein ahnend Herz, was pochst du so?

Du fühlst den Pulsschlag der Natur,

Und dass verwehen wird also

Auch deine Spur!

 

Alois Arnegger, Autumn forest with a woman collecting firewood
Alois Arnegger (1879-1963) war ein österreichischer Landschaftsmaler.

Peter Hille 1854-1904

Das bunte Herbstlaub

 

Das bunte Herbstlaub!

Es dichtet wohl?

Aufgespeicherte Sonne.

Darunter Stimmenrausch des Abschieds.

 

Ernest Biéler, La Ramasseuse de feuilles mortes
Ernest Biéler (1863-1948) war ein Schweizer Maler und Illustrator. Er war durch den Impressionismus beeinflusst und wandte sich später dem Jugendstil zu.

Barthold Heinrich Brockes 1680-1747

Gedanken bey dem Fall der Blätter im Herbst

 

In einem angenehmen Herbst,

bey ganz entwölktem heiterm Wetter,

Indem ich im verdünnten Schatten,

bald Blätter-loser Bäume, geh',

Und des so schön gefärbten Laubes

annoch vorhandnen Rest beseh';

Befällt mich schnell ein sanfter Regen,

von selbst herabgesunkner Blätter.

Ein reges Schweben füllt die Luft.

Es zirkelt, schwärmt' und drehte sich

Ihr bunt, sanft abwärts sinkend Heer;

doch selten im geraden Strich.

Es schien die Luft, sich zu bemühn,

den Schmuck, der sie bisher gezieret,

So lang es möglich, zu behalten,

und hindert' ihren schnellen Fall.

Hiedurch ward ihre leichte Last,

im weiten Luft-Kreis überall,

In kleinen Zirkelchen bewegt,

in sanften Wirbeln umgeführet,

Bevor ein jedes seinen Zweck,

und seiner Mutter Schooß, berühret;

Um sie, bevor sie aufgelöst,

und sich dem Sichtlichen entrücken,

Mit Decken, die weit schöner noch,

als persianische, zu schmücken.

Ich hatte diesem sanften Sinken,

der Blätter lieblichem Gewühl,

Und dem dadurch, in heitrer Luft,

erregten angenehmen Spiel,

Der bunten Tropfen schwebendem,

im lindem Fall formiertem, Drehn,

Mit offnem Aug', und ernstem Denken,

nun eine Zeitlang zugesehn;

Als ihr von dem geliebten Baum

freywilligs Scheiden (da durch Wind,

Durch Regen, durch den scharfen Nord,

sie nicht herabgestreifet sind;

Nein, willig ihren Sitz verlassen,

in ihren ungezwungnen Fällen)

Nach ernstem Denken, mich bewog,

sie mir zum Bilde vorzustellen,

Von einem wohlgeführten Alter,

und sanftem Sterben; Die hingegen,

Die, durch der Stürme strengen Hauch,

durch scharfen Frost, durch schwehren Regen

ihren Zweigen abgestreift und abgerissen,

kommen mir,

Wie Menschen, die durch Krieg und Brand

und Stahl gewaltsam fallen, für.

Wie glücklich, dacht' ich, sind die Menschen,

die den freywillgen Blättern gleichen,

Und, wenn sie ihres Lebens Ziel,

in sanfter Ruh' und Fried', erreichen;

Der Ordnung der Natur zufolge,

gelassen scheiden, und erbleichen!

 

 

Sergei Winogradow, Spaziergang im Herbstwald
Sergei Arsenjewitsch Winogradow (1869-1938) war ein russischer Maler.

Wilhelm Busch 1832-1908

In trauter Verborgenheit

 

Ade, ihr Sommertage,

Wie seid ihr so schnell enteilt,

Gar mancherlei Lust und Plage

Habt ihr uns zugeteilt.

 

Wohl war es ein Entzücken,

Zu wandeln im Sonnenschein,

Nur die verflixten Mücken

Mischten sich immer darein.

 

Und wenn wir auf Waldeswegen

Dem Sange der Vögel gelauscht,

Dann kam natürlich ein Regen

Auf uns herniedergerauscht.

 

Die lustigen Sänger haben

Nach Süden sich aufgemacht,

Bei Tage krächzen die Raben,

Die Käuze schreien bei Nacht.

 

Was ist das für Gesause!

Es stürmt bereits und schneit.

Da bleiben wir zwei zu Hause

In trauter Verborgenheit.

 

Kein Wetter kann uns verdrießen.

Mein Liebchen, ich und du,

Wir halten uns warm und schließen

Hübsch feste die Türen zu.

 

Heinrich Wilhelm Trübner, Der Starnberger See, 1911
Heinrich Wilhelm Trübner (1851-1917) war ein deutscher Maler, der dem so genannten „Leibl-Kreis“ um Wilhelm Leibl angehörte und stilistisch dem Realismus, Naturalismus und im Spätwerk dem deutschen Impressionismus folgte.

Max Dauthendey 1867-1918

Jetzt ist es Herbst

 

Jetzt ist es Herbst,

Die Welt ward weit,

Die Berge öffnen ihre Arme

Und reichen dir Unendlichkeit.

Kein Wunsch, kein Wuchs ist mehr im Laub,

Die Bäume sehen in den Staub,

Sie lauschen auf den Schritt der Zeit.

 

Jetzt ist es Herbst,

das Herz ward weit.

Das Herz, das viel gewandert ist,

Das sich vergnügt mit Lust und List,

Das Herz muß gleich den Bäumen lauschen

Und Blicke mit dem Staube tauschen.

Es hat geküßt, ahnt seine Frist,

Das Laub fällt hin, das Herz vergißt.

 

 

Alexei Pisemsky, Autumn Evening
Alexei Alexandrovich Pisemsky (1859-1913) war ein russischer Maler.

Um ernst zu sein,

genügt Dummheit,

während zur Heiterkeit

ein großer Verstand unerläßlich ist.
William Shakespeare

Wer Trinken, Rauchen und Sex aufgibt,

lebt auch nicht länger.

Es kommt ihm nur so vor.
Sigmund Freud

Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
Gustav Mahler

Was wir brauchen,

sind ein paar verrückte Leute;

seht euch an,

wohin uns die Normalen gebracht haben.
George Bernard Shaw

Der Kluge lernt aus allem
und von jedem,
der Normale aus
seinen Erfahrungen und
der Dumme
weiß alles besser.
Sokrates
Es ist schon alles gesagt,
nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

Blüte edelsten Gemütes

Ist die Rücksicht;

doch zuzeiten

Sind erfrischend wie Gewitter

Goldne Rücksichtslosigkeiten.

Theodor Storm

Druckversion Druckversion | Sitemap
© BuchKult