BuchKult
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Annette von Droste-Hülshoff 1797-1848

 

Der Frühling ist die schönste Zeit!

Was kann wohl schöner sein?

Da grünt und blüht es weit und breit

Im goldnen Sonnenschein.

 

Am Berghang schmilzt der letzte Schnee,

Das Bächlein rauscht zu Tal,

Es grünt die Saat, es blinkt der See

Im Frühlingssonnenstrahl.

 

Die Lerchen singen überall,

Die Amsel schlägt im Wald!

Nun kommt die liebe Nachtigall

Und auch der Kuckuck bald.

 

Nun jauchzet alles weit und breit,

Da stimmen froh wir ein:

Der Frühling ist die schönste Zeit!

Was kann wohl schöner sein?

 

 

Lovis Corinth, Flora, 1923
Lovis Corinth (1858-1925) war ein deutscher Maler, Zeichner und Grafiker.
 

Barthold Heinrich Brockes 1680-1747

Frühlings-Seufzer

 

Grosser Gott, in dieser Pracht

Seh' ich Deine Wunder-Macht

Aus vergnüg'ter Seelen an.

Es gereiche dir zu Ehren,

Dass ich sehen, dass ich hören,

Fühlen, schmecken, riechen kann!

 

 

Edmond Aman-Jean, Frühling
Edmond François Aman-Jean (1858-1936) war ein französischer Maler des Fin de siècle und Gründer des Salon des Tuileries.
 

Joseph von Eichendorff 1788-1857

Frische Fahrt

 

Laue Luft kommt blau geflossen,

Frühling, Frühling soll es sein!

Waldwärts Hörnerklang geschossen,

Mut’ger Augen lichter Schein,

Und das Wirren bunt und bunter

Wird ein magisch wilder Fluß,

In die schöne Welt hinunter

Lockt dich dieses Stromes Gruß.

 

Und ich mag mich nicht bewahren!

Weit von Euch treibt mich der Wind,

Auf dem Strome will ich fahren,

Von dem Glanze selig blind!

Tausend Stimmen lockend schlagen,

Hoch Aurora flammend weht,

Fahre zu! ich mag nicht fragen,

Wo die Fahrt zu Ende geht!

 

Émile Bernard, Springtime, 1892
Émile Bernard (1868-1941) war ein französischer Maler, Grafiker, Kunsttheoretiker und Romanautor.

Ludwig Eichrodt 1827 - 1892

Frühling

 

Frühling, bist du wiedergekommen?

Lieblicher Lenz, du lachendes Kind!

Kommst du auf dem Fluß geschwommen?

Oder kommst du mit dem Wind?

 

Unter den weichen singenden Wellen,

Aus den Wassern melodisch klar,

Über die Hügel, die waldig schwellen,

Luget dein kluges Augenpaar.

 

Schaue ich nur in dein sonniges Auge,

Küsse ich nur deinen wonnigen Mund,

Trink ich von deinem blühenden Hauche,

Wird auch mein winterlich Herze gesund!

 

 

 

Franz Guillery,

Titel unbekannt
Franz Paul Maria Guillery (1862-1933) war ein deutscher Maler.
 

Fred Endrikat 1890-1942

Späte Freuden

 

Wenn ich mir die Welt beseh',

möcht' ich wie ein Böcklein hopsen.

Gestern schmolz der letzte Schnee.

heute sprießen schon die Knopsen.

 

Ja, der Winter war so rauh,

eisig bliesen seine Stürme.

Heute strahlt der Himmel blau

über Dächer, über Türme.

 

Alles Leid ist fortgefegt

wie mit einem sanften Besen,

und das Herz so ruhig schlägt.

so, als wäre nichts gewesen.

 

Lieber Frühling, komm geschwind,

bleib recht lang in diesem Jahre.

Ach, ich freu' mich wie ein Kind.

wie ein Kind im grauen Haare.

 

Was das arme Herz erhofft,

ist nun wirklich eingetreten.

Schön sind späte Freuden oft

wenn sie sich nur nicht verspäten.

 

Ford Madox Brown, The Pretty Baa-Lambs
Ford Madox Brown (1821-1893) war ein englischer Maler aus dem Kreis der Präraffaeliten.

Theodor Fontane 1819-1898

Frühling

 

Nun ist er endlich kommen doch

in grünem Knospenschuh;

Er kam, er kam ja immer noch,

die Bäume nicken sich's zu.

 

Sie konnten ihn all erwarten kaum,

nun treiben sie Schuss auf Schuss;

im Garten der alte Apfelbaum,

er sträubt sich, aber er muss.

 

Wohl zögert auch das alte Herz

und atmet noch nicht frei;

es bangt und sorgt: Es ist erst März,

und März ist noch nicht Mai.

 

O schüttle ab den schweren Traum

und die lange Winterruh:

Es wagt es der alte Apfelbaum,

Herze, wag's auch du.

 

Ignac Ujvary, The Rite of Spring
Ignac Ujvary (1860-1927) war ein ungarischer Maler.

Cäsar Flaischlen 1864-1920

Frühling

 

Das kannst du nicht zwingen:

daß die Knospen springen,

eh' die Sonne ihnen ihren Mai gebracht!

Aber da, was hinter dir liegt,

dich nicht schreckt mehr und unterkriegt:

was Winter in dir abzustreifen

in aller Stille … und Knospen zu reifen

und dich zum Frühling durchzuringen…

Das kannst du zwingen!

 

Joseph Kirkpatrick, Springtime
Joseph Kirkpatrick (1872-1936) war ein britischer Maler.

Ferdinand von Saar 1833–1906

Die Primeln

 

So seh' ich auch euch jetzt,

Ihr sonnigen Blumenaugen des Lenzes,

In zierliche Töpfe verpflanzt

Und in japanischen Vasen;

Seh' euch mit leisem Schmerz

Kunstvoll zum Strauße gereiht,

Und als schimmernden Brust- und Lockenschmuck

Erhöhen buhlender Schönheit Reiz.

 

Mehr stets liebt' ich euch

Als die ersten Veilchen

Und die thaufrischen Hagerosen.

Denn jene, ob auch verborgen dem Aug',

Locken dringenden Duft's Pflücker heran –

Und diese, fesselnd mit scharfem Dorn,

Drängen berückend am Strauch sich entgegen.

Ihr aber,

Keusch und unentweiht,

Selig des eig'nen Lichts,

Blühtet

Und verblühtet ihr,

An der Erde heilige Mutterbrust

Dicht geschmiegt.

 

Höchstens, daß fröhlich euch

Ein ländliches Kind dem braunen Haar gesellt,

Oder der sinnende Dichter

Andächtig euch losgelös't

Von der wurzelumhüllenden Scholle,

Damit ihr, im schlichten Glase getränkt,

Erhelltet seiner düsteren Stube Einsamkeit.

 

Und doch! Wo immer

Euer sanfter Glanz auch leuchtet –

Selbst in menschenvoller Gassen Kehricht noch:

Wehen um euch,

Unschuldvoll,

Die ersten,

Die reinsten Hauche der Schöpfung!

 

 

Harald

Slott-Møller, Spring
Harald Slott-Møller (1864-1937) war ein dänischer Maler und Keramiker. Zusammen mit seiner Frau, der Malerin Agnes Slott-Møller, war er Gründungsmitglied von Den Frie Udstilling (Die freie Ausstellung).

Friederike Kempner 1828-1904

 

Wenn der holde Frühling lenzt

Und man sich mit Veilchen kränzt

Wenn man sich mit frischem Mut

Schnittlauch in das Rührei tut

Wallen durch des Menschen Säfte

Neue, ungeahnte Kräfte –

Jegliche Verstopfung weicht

Alle Herzen werden leicht

Und das meine fragt sich still

Ob mich dies Jahr einer will?

 

 

Akseli

Gallen-Kallela, Spring
Akseli Gallen-Kallela (1865-1931) war ein finnischer Maler, Architekt und Designer.
 

Anna Ritter 1865-1921

Erinnerung

 

Ist dies ein Traum, der meinen Sinn umschmeichelt,

Der mit dem Mondstrahl in das Fenster kam,

Den schweren Druck von meiner Stirne nahm,

Mit Blüthenzweigen nun mein Antlitz streichelt,

Und zu mir spricht in jenen altvertrauten,

In Sturm und Trübsal nie vergeßnen Lauten?

 

Noch einmal steigt der Frühling mir herauf,

Noch einmal an den übersonnten Wegen

Seh ich den Flieder seine Trauben regen,

Narzissen schauen leuchtend zu mir auf,

Und durch den Garten kommt ein Schritt gegangen,

Der treibt das Blut in meine jungen Wangen.

 

Vor lauter Sehnsucht ist das Herz mir schwer.

Mit meinen Locken spielen Morgenwinde,

Und an der Mauer wiegt die alte Linde

Breitästig ihre Blüthen hin und her.

Darunter wartet er, daß meine Seele

In langem Kuß der seinen sich vermähle.

 

Erinnerung, wie gingst du all die Zeit

So farblos neben mir, so altbedächtig,

Wie trittst du heute gar so übermächtig,

So frühlingsfrisch in meine Einsamkeit

Und lockst aus stillen, grün umwachsnen Tiefen

Sehnsucht und Thränen, die so lange schliefen.

 

Nikolay Bogdanov-Belsky, Spring - Portrait of Lady I. Baumane, 1924
Nikolay Petrovich Bogdanov-Belsky (1886-1945) war ein russischer Maler.

Friedrich Rückert 1788-1866

Ich hab in mich gesogen

 

Ich hab’ in mich gesogen,

Den Frühling treu und lieb,

Dass er, der Welt entflogen,

Hier in der Brust mir blieb.

 

Hier sind die blauen Lüfte,

Hier sind die grünen Aun,

Die Blumen hier, die Düfte,

Der blühende Rosenzaun.

 

Und hier am Busen lehnet

Mit süssem Liebesach,

Die Liebste, die sich sehnet

Den Frühlingswonnen nach.

 

Sie lehnt sich an zu lauschen

Und hört in stiller Lust

Die Frühlingsströme rauschen

In ihres Dichters Brust.

 

Da quellen auf die Lieder

Und strömen über sie

Den vollsten Frühling nieder,

Den mir der Gott verlieh.

 

Und wie sie, davon trunken,

Umblicket rings im Raum,

Blüht auch von ihren Funken

Die Welt, ein Frühlingsstraum

 

vertont durch Robert Schumann

 

 

Marie Bashkirtseff, Frühling, 1884
Marie Bashkirtseff (1858 oder 1860 - 1884) war eine russische Malerin, deren Gemälde in Frankreich entstanden sind. Ihr Werk ist dem Naturalismus zuzuordnen.
 

Hoffmann von Fallersleben 1798-1874

Maler Frühling

 

Der Frühling ist ein Maler,

er malet alles an,

die Berge mit den Wäldern,

die Täler mit den Feldern:

Was der doch malen kann!

 

Auch meine lieben Blumen

schmückt er mit Farbenpracht:

Wie sie so herrlich strahlen!

So schön kann keiner malen,

so schön, wie er es macht.

 

O könnt ich doch so malen,

ich malt ihm einen Strauß

und spräch in frohem Mute

für alles Lieb und Gute

so meinen Dank ihm aus!

 

Julius LeBlanc Stewart, The first spring
Julius LeBlanc Stewart (1855-1919) war ein US-amerikanischer Maler, der die meiste Zeit seines Lebens in Paris verbrachte.

Rainer Maria Rilke 1875-1926

 

Frühling ist wiedergekommen. Die Erde

ist wie ein Kind, das Gedichte weiß;

viel, o viele ... Für die Beschwerde

langen Lernens bekommt sie den Preis.

 

Streng war ihr Lehrer. Wir mochten das Weiße

an dem Barte des alten Manns.

Nun, wie das Grüne, das Blaue heiße,

dürfen wir fragen: sie kanns, sie kanns!

 

Erde, die frei hat, du glückliche, spiele!

nun mit den Kindern. Wir wollen dich fangen,

fröhliche Erde. Dem Frohsten gelingts.

 

O, was der Lehrer sie lehrte, das Viele,

und was gedruckt steht in Wurzeln und langen

schwierigen Stämmen: sie singts, sie singts!

 

Winslow Homer, Girl and Daisies, 1878
Winslow Homer (1836-1910) war ein US-amerikanischer Zeichner und Maler.

Hugo von Hofmannsthal 1874-1929 

Lebensquell

 

Die Frühlingsfluten ziehn durch meinen Geist

Verwandte Gärung fühl ich sich ergießen

Durch tausend Knospen, die sich heut erschließen,

Und neues Leben dampft und quillt und kreist.

 

Das ist des ewgen Jugendbrunnens Fließen,

Der jedem Jahr die gleiche Fülle weist:

In neuer, feuchtverklärter Schönheit gleißt

Was er benetzt, und locket zum Genießen:

 

Gedanken, kommt und trinkt euch neues Leben:

Du scheue Hoffnung, fastverklungnes Fühlen,

Du halbverzagtes, wegemüdes Streben,

 

Laßt euch von lichter Lebensflut umspülen,

Ihr Träume, Bilder, die ich täglich schaue,

Daß euch auf immer dieser Glanz betaue.

 

Hubert von Herkomer, A Lady amongst Cherry Blossom
Sir Hubert von Herkomer (1849-1914) war ein deutsch-britischer Maler und Bildhauer, Regisseur, Filmemacher und Schriftsteller.

Hermann Lingg 1820-1905

Verspäteter Frühling

 

Ein Wächter thront, ein grauer,

Auf hoher Wolkenwart,

Der Winter, der im Schauer

Auf uns herunterstarrt.

 

Er nimmt im ew'gen Eise

Am Schlagbaum seinen Zoll

Vom Frühling, der die Reise

Zu uns vollbringen soll.

 

Er will uns nicht gestatten

Der Erde buntes Kleid,

Und nicht dem Grün der Matten

Das funkelnde Geschmeid.

 

Will's eine Schwalbe wagen

Und nach dem Norden sehn,

So läßt er sie verzagen

In rauher Stürme Wehn.

 

Er merkt es jeden Morgen,

Wenn eine Wolke still,

Die Wärme wo verborgen

Herüber tragen will.

 

So wird denn nur verbuckelt,

Und unter viel Gefahr

Der Frühling eingeschmuggelt

Bei uns in jedem Jahr.

 

Leon Jan Wyczółkowski, Orka na Ukrainie
Leon Jan Wyczólkowski (1852-1936) war ein polnischer Maler, Grafiker und Illustrator.

Alberta von Puttkamer 1849-1923

Lenzerfüllung

 

Sieh, das fahle Grau am Horizonte

Wird sich bald mit starken Wäldern krönen,

Und der Hügel dort, der stillbesonnte,

Ist schon hellgestirnt mit Tausendschönen.

 

In den Lüften spielts wie weiche Geigen,

Und die Winde wehen frohe Takte;

Eine Eiche wiegt sich stolz im Reigen,

Knospenschleier hüllt die göttlich nackte ...

 

Siehst du, wie die Quellen tanzend springen?

Die da lagen in kristallnen Ketten?

Wie sie sich hinaus zu Strömen ringen.

Und ins Freie, Uferlose retten?

 

Siehst du nicht die tausendschönen Auen?

Fühlst du nicht den großen Lebenswillen

Wie aus unsichtbaren Schalen tauen.

Und empor aus Erdengründen quillen?

 

Alle, alle goldnen Lebenstriebe

Massen am Erfüllungstage reifen;

Und aus Herzensengen muß die Liebe

Wachsend in die frohe Weite schweifen.

 

Lass dich lächelnd von dem Frühling führen,

Gib die Seele frei an seine Sonne!

Offen findst du meines Herzens Türen,

Wo du bergen kannst die Knospenwonne ...

 

 

Lauritz Andersen Ring,

At the French Windows -

The Artist's Wife
Lauritz Andersen Ring, auch Lars Andersen Ring, eigentlich Lauritz Andersen (1854-1933) war ein dänischer Figuren-, Genre-, Landschafts-, Bildnismaler, Zeichner und Keramiker.
 

Julie Eyth 1816-1904

Im Frühling

 

Sonne des Frühlings,

Welche mir scheint,

Sieh, wie mein Auge

Bitterlich weint.

 

Unter dem Hügel

Regt es sich hier,

Kommen die Gräslein

Wieder herfür.

 

Unter dem Hügel

Regt es sich hier,

Kommen die Rosen

Wieder herfür.

 

Unter dem Hügel

Regt es sich hier,

Kommen die Toten

Nimmer herfür.

 

Sonne des Frühlings,

Welche mir scheint,

Sieh, wie mein Auge

So bitterlich weint.

 

Hans Baluschek, Frühlingswind, Berlinische Galerie
Hans Baluschek (1870-1935) war ein deutscher Maler, Grafiker und Schriftsteller.
 

Peter Hammerschlag 1902-1942

Technischer Frühling

 

Mein Motorrad grast froh am Rain.

Der Frühling kommt. Die Stoppuhr schlägt.

Ich sehe wie ein Bäuerlein

Den Dampf-Pflug flott geschultert trägt.

 

Halb schüchtern naht ein Hanomag

Und küßt mein Rad auf beide Pneus ...

Die Platte trillert Lerchenschlag.

(Gespielt von den Jack-Hylton-Boys.)

 

Die Schwalben hocken in der Luft.

Der Telegraphendraht ist fort.

Lautsprecher nach dem Weibchen ruft.

Die Schnecken treiben Schnellkriechsport.

 

Im Himmel sitzt zur Stunde wohl

Der liebe Gott, so sanft und nett

Im sternbesäten Overall

Vor seinem großen Schalterbrett ...

 

Wir wollen fröhlich tun und spieln

Mit Tönen, Wellen, Stahl und Strahl.

Wenn wir uns dann verzweifelt fühln,

So hilft er uns wohl noch einmal ...

 

 

Alfred East, Steps to Maruyama
Sir Alfred East (1849-1913) war ein britischer Maler.

Heinrich Heine 1797-1856

 

Es drängt die Not, es läuten die Glocken,

Und ach! ich hab den Kopf verloren!

Der Frühling und zwei schöne Augen,

Sie haben sich wider mein Herz verschworen.

 

Der Frühling und zwei schöne Augen

Verlocken mein Herz in neue Betörung!

Ich glaube die Rosen und Nachtigallen

Sind tief verwickelt in dieser Verschwörung.

 

Istvan Csók, The Awakening of Spring
Istvan Csók (1865-1961) war ein ungarischer Maler.

Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832

Frühling übers Jahr

 

Das Beet, schon lockert

Sich's in die Höh',

Da wanken Glöckchen

So weiß wie Schnee;

Safran entfaltet

Gewalt'ge Glut,

Smaragden keimt es

Und keimt wie Blut.

Primeln stolzieren

So naseweis,

Schalkhafte Veilchen,

Versteckt mit Fleiß;

Was auch noch alles

Da regt und webt,

Genug, der Frühling,

Er wirkt und lebt.

 

Doch was im Garten

Am reichsten blüht,

Das ist des Liebchens

Lieblich Gemüt.

Da glühen Blicke

Mir immerfort,

Erregend Liedchen,

Erheiternd Wort;

Ein immer offen,

Ein Blütenherz,

Im Ernste freundlich

Und rein im Scherz.

Wenn Ros' und Lilie

Der Sommer bringt,

Er doch vergebens

Mit Liebchen ringt.

 

Fritz Syberg, Spring
Christian Friedrich Wilhelm Heinrich Syberg, bekannt als Fritz Syberg, (1862-1939) war ein dänischer Maler und Illustrator.

Johann Christian Günther 1695-1723

Frühling

 

Hier setze dich, verschämtes Kind!

Hier ist gut sein, hier laß uns bleiben,

Wo Wind und Lind gesprächig sind,

Und Feld und Wald den Gram vertreiben;

In dieser grünen Einsamkeit,

Wo Bach und Stein und Blätter rauschen

Soll weder List, Gefahr noch Neid

Den süßen Frühlingsscherz belauschen.

 

Die Schätze deiner keuschen Zucht

Und der noch unberührten Brüste

Sind wahrlich eine seltne Frucht,

Nach der ich innerlich gelüste;

Erschrick nicht vor der schnellen Hand

Und laß sie um den Busen spielen,

Ich führe dich in einen Stand,

Des Lebens Kern und Mark zu fühlen.

 

Beschau die Werke der Natur,

Betrachte Bäume, Feld und Tiere,

Und lerne, wie der Liebe Spur,

Dich überall zum Scherzen führe!

Wodurch sind ich und du denn da?

Zu was bist du nebst mir geboren?

Der, so die Welt im Wesen sah,

Hat uns zum Lieben auserkoren!

 

Claude Monet, Springtime, 1872, Baltimore Walters Art Museum
Claude Monet (1840-1926) war ein bedeutender französischer Maler.

Otto Prechtler 1813-1881

Wer keinen Frühling hat

 

Wer keinen Frühling hat, dem blüht er nicht!

Wer schweigt, dem tönt kein Echo hier auf Erden!

Weß Herz nicht dichtet, der faßt kein Gedicht,

Und wer nicht liebt, dem wird nicht Liebe werden.

 

Was ist der Geist, der nie zum Geiste spricht,

Der selbstgefällig will in sich verwesen?

Was ist ein Gemüt, das nie die Rinde bricht?

Was eine Schrift, die nicht und nie zu lesen?

 

Es findet jeder Geist verwandte Geister!

Kein Herz, das einsam ohne Liebe bricht!

Nur wer sich selbst verlor, ist ein Verwaister!

Wer keinen Frühling hat, dem blüht er nicht!

 

Pieter Bruegel der Jüngere, Spring
Pieter Bruegel der Jüngere (1564-1638), genannt de Helse Brueghel oder Höllenbrueghel, war ein brabantischer Genremaler.

Pauline Schanz 1828-1913

Nun ist das Wunder neu gescheh'n

 

Nun ist das Wunder neu gescheh'n,

Des Grabes Riegel ist zersprungen;

Doch ihr habt schweigend zugeseh'n,

Daß Leben sich dem Tod entrungen.

 

Kein Halleluja himmelwärts

Hat euren Dank emporgetragen,

Aus der verjüngten Erde Herz

In grünen Flammen ausgeschlagen.

 

Ungläubig Volk, vor deinem Blick

Kehrt Jahr um Jahr von Land zu Landen

Der Wunder herrlichstes zurück:

Wach auf! Der Frühling ist erstanden

 

Ungläubig Volk, wach' auf, wach' auf!

Der Segen kommt einhergeschritten;

Noch gibt der Herr dir Brot vollauf,

Wie damals in der Wüste Mitten.

 

Die Blüte ringt vom Ast sich los,

Des Erntesegens duft'ger Bote,

Der Halm quillt aus der Erde Schoß,

Es reift das Korn und wird zum Brote.

 

Die Beere wächst, die Traube schwillt,

Des Weines goldne Wellen steigen,

Daß Labung deinen Becher füllt,

Hell aus der Rebe herben Zweigen.

 

Wohin du blickst, ein Wunder taucht

Aus jeder Knospe enger Hülle;

Ungläubig Volk, das Wunder braucht,

Wach' auf und sieh' der Wunder Fülle!

 

 

Daniel Ridgway Knight, Spring Blossoms
Daniel Ridgway Knight (1839-1924) war ein US-amerikanischer Maler.
 

Joseph Victor von Scheffel 1826-1886

 

»Manch ein schwer Problema hab' ich

Prüfend in dem Katerherzen

Schon erwogen und ergründet,

Aber eins bleibt ungelöst mir,

Ungelöst und unbegriffen:

Warum küssen sich die Menschen?

's ist nicht Haß, sie beißen nicht,

Hunger nicht, sie fressen sich nicht.

's kann auch kein zweckloser, blinder

Unverstand sein, denn sie sind sonst

Klug und selbstbewußt im Handeln,

Warum also, frag' umsonst ich,

Warum küssen sich die Menschen;

Warum meistens nur die jüngern?

Warum diese meist im Frühling?

Über diese Punkte werd' ich

Morgen auf des Daches Giebel

Etwas näher meditieren.«

 

Auguste Renoir, Near the Lake, 1922, Art Institute of Chicago
Pierre-Auguste Renoir (1841-1919), oft nur Auguste Renoir genannt, war einer der bedeutendsten französischen Maler des Impressionismus.

Friedrich von Schiller 1759-1805

Der Jüngling am Bache

 

An der Quelle saß der Knabe,

Blumen wand er sich zum Kranz,

Und er sah sie fortgerissen,

Treiben in der Wellen Tanz.

»Und so fliehen meine Tage

Wie die Quelle rastlos hin!

Und so bleichet meine Jugend,

Wie die Kränze schnell verblühn!

 

Fraget nicht, warum ich traure

In des Lebens Blütenzeit!

Alles freuet sich und hoffet,

Wenn der Frühling sich erneut.

Aber diese tausend Stimmen

Der erwachenden Natur

Wecken in dem tiefen Busen

Mir den schweren Kummer nur.

 

Was soll mir die Freude frommen,

Die der schöne Lenz mir beut?

Eine nur ists, die ich suche,

Sie ist nah und ewig weit.

Sehnend breit ich meine Arme

Nach dem teuren Schattenbild,

Ach, ich kann es nicht erreichen,

Und das Herz bleibt ungestillt!

 

Komm herab, du schöne Holde,

Und verlaß dein stolzes Schloß!

Blumen, die der Lenz geboren,

Streu ich dir in deinen Schoß.

Horch, der Hain erschallt von Liedern,

Und die Quelle rieselt klar!

Raum ist in der kleinsten Hütte

Für ein glücklich liebend Paar.«

 

 

Robert Lewis Reid,

Boy with red peonies, 1910
Robert Lewis Reid (1862-1929) war ein US-amerikanischer Figuren- und Wandmaler, der sich ab 1905 als Porträtmaler vornehmlich Motiven mit weichen impressionistischen Pastellen zuwandte.
 

Fred Endrikat 1890-1942

Pessimist im Lenz

 

Die Sonne lacht. Ja, ja – die hat gut lachen,

sie steht am Himmel – frisch, fromm, frei und froh.

Wenn ich die Sonne wär' – ich würd' es auch so machen.

Mir geht mit Grundeis leider der Popo.

 

Der Flieder blüht. Ja, ja – der hat gut blühen,

ihn schützt der Zaun und eine Gartentür.

Er ist geschützt vor Ochsen und den Kühen.

Ich stehe außerhalb – und wer schützt mir?

 

Die Amsel lockt. Ja, ja – die hat gut locken,

sie sitzt im Baum, es jubelt fern und nah.

Es jubeln alle Kirchen, Kuh- und Käseglocken:

Der Lenz und der Gerichtsvollzieher sind da.

 

Harold Harvey, Anemones
Harold Harvey (1874–1941) war ein britischer Künstler.

Hermann Harry Schmitz 1880-1913

Anemonen

 

Ein Strauß von Anemonen stand auf meinem Tisch.

Mit bunten Farben, fast zu laut,

sangen die Boten neuen Lebens

ihr jubelnd Lied vom Frühling,

von blauen Himmeln und von Sonnensiegen –

Das war der Morgen.

 

Der Mittag kam.

Und stürmischer und gellend wie Fanfarenklänge

umtost der Anemonen jauchzend Lied

von neuem Glück, von ewigen Seligkeiten

meine Seele.

Ich griff berauscht nach diesem Glück,

Das Glück – das größte Glück!

Und meine Seele sank ins Wunderbare.

 

Ein Strauß von Anemonen stand auf meinem Tisch.

 

 

 

Félix Vallotton, Still life with Anemones and Orange
Félix Vallotton (1865-1925) war ein Schweizer, später französischer Maler, Grafiker, Holzstecher und Schriftsteller.
 

 

Odilon Redon, Anémones et Coquelicots, 1914-1915
Odilon Redon, eigentlich Bertrand Redon (1840-1916), war ein französischer Graphiker und Maler des Symbolismus und Mitbegründer der Société des Artistes Indépendants.
 

Heinrich Seidel 1842-1906

Frühling

 

Was rauschet, was rieselt, was rinnet so schnell?

Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell?

Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:

"Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!"

 

Was knospet, was keimet, was duftet so lind?

Was grünet so fröhlich? Was flüstert im Wind?

Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain:

"Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!"

 

Was klingelt, was klaget, was flötet so klar?

Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?

Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:

"Der Frühling, der Frühling!" – da wußt' ich genug!

 

 

 

Edward Atkinson Hornel, The Dance of Spring, um 1891
Edward Atkinson Hornel (1864-1933) war ein schottischer Maler des Spätimpressionismus und wichtiger Vertreter der Glasgow Boys, einer Künstlergruppe aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert.
 

Joseph von Eichendorff 1788-1857

Durcheinander

 

Spatzen schrein und Nachtigallen,

Nelke glüht und Distel sticht,

Rose schön durch Nesseln bricht,

Besser noch hat mir gefallen

Liebchens spielendes Augenlicht;

Aber fehlte auch nur eins von allen,

's wär eben der närrische Frühling nicht.

 

 

Alessio Issupoff, Lilacs in Bloom
Alessio Vladimirovic Issupoff (1889-1957) war ein russischer Maler.

Nikolaus Lenau 1802-1850

 

Ich sah den Lenz einmal,

Erwacht im schönsten Tal;

Ich sah der Liebe Licht

Im schönsten Angesicht.

 

Und wandl' ich nun allein

Im Frühling durch den Hain,

Erscheint aus jedem Strauch

Ihr Angesicht mir auch.

 

John Everett Millais, Spring Apple Blossoms
Sir John Everett Millais (1829-189) war ein britischer Maler aus dem Kreis der Präraffaeliten.

A. de Nora 1864-1936

Föhn

 

Laß deinen Atem wehen,

Frühling, du Held!

Mag auch zugrunde gehen,

Was morsch auf der Welt!

 

Die Erde will keinen Freier,

Der lahm und lack,

Solch eine Hochzeitsfeier

Feiert im Frack.

 

Nein! einen wilden tollen

Nackten Geselln,

und in die Küsse sollen

Todschreie gelln!

 

Wogen sollen brüllen

Gepeitscht an den Strand,

Brechende Wälder füllen

Mit Stöhnen das Land,

 

Lawinen sollen dröhnen

Ins zitternde Tal,

Um das Brautbett tönen

Soll Sturmchoral!

 

So empfangen und zeugen

Riesen ihr Kind. –

– Uns ziemt es zu schweigen,

Zwerge, die wir sind …

 

Giovanni Segantini, Spring in the Alps
Giovanni Segantini (1858-1899) war ein in Welschtirol als österreichischer Staatsbürger geborener Maler des realistischen Symbolismus.Er galt als Meister der Hochgebirgslandschaft und begann früh mit der Freilichtmalerei.

Percy Bysshe Shelley 1792-1822

 

Als dann der Frühling im Garten stand,

Das Herz ein seltsam Sehnen empfand,

Und die Blumen und Kräuter und jeder Baum

wachten auf aus dem Wintertraum,

Schneeglöckchen und Veilchen hat über Nacht

der warme Regen ans Licht gebracht,

Aus Blüten und dunkler Erde ein Duft

durchzog wie ein sanftes Rufen die Luft.

 

 

Hans Andersen Brendekilde, Hus i Lille Næstved, 1904
Hans Andersen Brendekilde (1857-1942) war ein dänischer Maler.
 

Friedrich Hölderlin 1770-1843

Der Frühling

 

Wenn auf Gefilden neues Entzücken keimt

Und sich die Ansicht wieder verschönt und sich

An Bergen, wo die Bäume grünen,

Hellere Lüfte, Gewölke zeigen,

 

O! welche Freude haben die Menschen! froh

Gehn an Gestaden Einsame, Ruh' und Lust

Und Wonne der Gesundheit blühet,

Freundliches Lachen ist auch nicht ferne.

 

 

 

Frederick Walker, Spring, 1864, London, Victoria and Albert Museum
Frederick Walker (1840-1875) war ein englischer Maler.
 

Ludwig Uhland 1787-1847

Lob des Frühlings

 

Saatengrün, Veilchenduft,

Lerchenwirbel, Amselschlag,

Sonnenregen, linde Luft!

 

Wenn ich solche Worte singe,

braucht es dann noch großer Dinge,

Dich zu preisen, Frühlingstag?

 

Maximilian Lenz, Frühlingsreigen, 1913
Maximilian Lenz (1860-1948) war ein österreichischer Maler, Graphiker und Bildhauer.

Friedrich von Spee-Langenfeld 1591-1635

 

Der trübe Winter ist vorbei,

die Kranich wiederkehren.

Nun reget sich der Vögel Schrei,

die Nester sich vermehren.

Laub allgemach

nun schleicht an Tag,

die Blümlein sich nun melden,

wie Schlänglein krumm

gern lächelnd um

die Bächlein kühl in Wäldern.

 

 

Hans Thoma, Frühlingsmelodie, 1914
Hans Thoma (1839-1924) war ein deutscher Maler und Grafiker.

Eduard Mörike 1804-1875

 

Der Himmel glänzt vom reinsten Frühlingslichte,

Ihm schwillt der Hügel sehnsuchtsvoll entgegen,

Die starre Welt zerfließt in Liebessegen,

Und schmiegt sich rund zum zärtlichsten Gedichte.

 

Wenn ich den Blick nun zu den Bergen richte,

Die duftig meiner Liebe Tal umhegen -

O Herz, was hilft dein Wiegen und dein Wägen,

Daß all der Wonnestreit in dir sich schlichte!

 

Du, Liebe, hilf den süßen Zauber lösen,

Womit Natur in meinem Innern wühlet!

Und du, o Frühling, hilf die Liebe beugen!

 

Lisch aus, o Tag! Laß mich in Nacht genesen!

Indes ihr sanften Sterne göttlich kühlet,

Will ich zum Abgrund der Betrachtung steigen.

 

 

 

Carl Vilhelm Holsoe, Interior, Light of Spring
Carl Vilhelm Holsøe (1863-1935) war ein dänischer Maler.
 

Heinrich Heine 1797-1856

Frühlingsbotschaft

 

Leise zieht durch mein Gemüt

Liebliches Geläute.

Klinge, kleines Frühlingslied.

Kling hinaus ins Weite.

 

Kling hinaus, bis an das Haus,

Wo die Blumen sprießen.

Wenn du eine Rose schaust,

Sag, ich laß sie grüßen.

 

Felix Mendelsohn-Bartholdy ergänzte den Text für seine Vertonung

durch eine Strophe von Hoffmann von Fallersleben,

die er als zweite dazwischenschob:

 

2/

Sprich zum Vöglein, das da singt

Auf dem Blütenzweige;

Sprich zum Bächlein, das da klingt,

Daß mir keines schweige!

 

Ernst Eitner, Frühling
Wilhelm Heinrich Ernst Eitner (1867-1955) war ein deutscher Maler des Impressionismus.

Kurt Tucholsky 1890-1935

Der Lenz ist da!

 

Das Lenzsymptom zeigt sich zuerst beim Hunde,

Dann im Kalender und dann in der Luft,

Und endlich hüllt auch Fräulein Adelgunde

Sich in die frischgewaschene Frühlingsluft.

 

Ach ja, der Mensch! Was will er nur vom Lenze?

Ist er denn nicht das ganze Jahr in Brunst?

Doch seine Triebe kennen keine Grenze –

Dies Uhrwerk hat der liebe Gott verhunzt.

 

Der Vorgang ist in jedem Jahr derselbe:

Man schwelgt, wo man nur züchtig beten sollt,

Und man zerdrückt dem Heiligtum das gelbe

Geblümte Kleid – ja, hat das Gott gewollt?

 

Die ganze Fauna treibt es immer wieder:

Da ist ein Spitz und eine Pudelmaid –

die feine Dame senkt die Augenlider,

Der Arbeitsmann hingegen scheint voll Neid.

 

Durch rauh Gebrüll läßt sich das Paar nicht stören,

Ein Fußtritt trifft den armen Romeo –

Mich deucht, hier sollten zwei sich nicht gehören…

Und das geht alle, alle Jahre so.

 

Komm, Mutter, reich mir meine Mandoline,

Stell mir den Kaffee auf den Küchentritt. –

Schon dröhnt mein Baß: Sabine, bine, bine…

Was will man tun? Man macht es schließlich mit.

 

Frédéric Bazille, Young Woman with Peonies
Frédéric Bazille oder auch Jean-Frédéric Bazille (1841-1870) war ein französischer Maler und gilt als einer der ersten Impressionisten.
 

Wer Trinken, Rauchen und Sex aufgibt,

lebt auch nicht länger.

Es kommt ihm nur so vor.
Sigmund Freud

Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
Gustav Mahler

Was wir brauchen,

sind ein paar verrückte Leute;

seht euch an,

wohin uns die Normalen gebracht haben.
George Bernard Shaw

Der Kluge lernt aus allem
und von jedem,
der Normale aus
seinen Erfahrungen und
der Dumme
weiß alles besser.
Sokrates
Es ist schon alles gesagt,
nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

Um ernst zu sein,

genügt Dummheit,

während zur Heiterkeit

ein großer Verstand unerläßlich ist.
William Shakespeare

Blüte edelsten Gemütes

Ist die Rücksicht;

doch zuzeiten

Sind erfrischend wie Gewitter

Goldne Rücksichtslosigkeiten.

Theodor Storm

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