BuchKult
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Wohlig wärmen Winterherde.

Wieder wackeln Weihnachtsglocken.

Wallend wirbeln Wolkenflocken –

weißlich werde Wiesenerde!

Arne Arotnow *1968

 

 

Ernst Bosch, Vor-Weihnachten
Ernst Bosch (1834-1917) war ein deutscher Maler, Zeichner und Grafiker und Vertreter der erzählenden Malerei der Düsseldorfer Malerschule.

Volksgut

Vorweihnacht

 

Bald ist Weihnacht, wie freu' ich mich drauf,

da putzt uns die Mutter ein Bäumlein schön auf;

es glänzen die Äpfel, es funkeln die Stern',

wie hab'n wir doch alle das Weihnachtsfest gern.

 

 

Frederick Morgan, Weihnachtszeit
Frederick Morgan (1847-1927) war ein englischer Maler von Porträts, Tieren, häuslichen und ländlichen Szenen. Bekannt wurde er durch seine idyllischen Genreszenen der Kindheit.
 

Joachim Ringelnatz 1883-1934

Vorfreude auf Weihnachten

 

Ein Kind – von einem Schiefertafel-Schwämmchen

Umhüpft – rennt froh durch mein Gemüt.

 

Bald ist es Weihnacht! – Wenn der Christbaum blüht,

Dann blüht er Flämmchen.

Und Flämmchen heizen. Und die Wärme stimmt

Uns mild. – Es werden Lieder, Düfte fächeln. –

 

Wer nicht mehr Flämmchen hat, wem nur noch Fünkchen glimmt,

Wird dann doch gütig lächeln.

 

Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes

Alle unfeindlich sind – einmal im Jahr! –

Uns alle Kinder fühlen eines Baumes.

 

Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.

 

Johannes Raphael Wehle,

Der Weihnachtsbaum, Die Gartenlaube, 1881
Johannes Raphael Wehle (1848-1936) war ein deutscher Maler, wurde durch Holzstiche illustrierter Zeitungen einem breiten Publikum bekannt.
 

 

Hans Baluschek, Beim Weihnachtsbaum-verkauf, 1930
Hans Baluschek (1870-1935) war ein deutscher Maler, Grafiker und Schriftsteller.
 

Matthias Claudius 1740-1815

Lied im Advent

 

Immer ein Lichtlein mehr

im Kranz, den wir gewunden,

dass er leuchte uns sehr

durch die dunklen Stunden.

 

Zwei und drei und dann vier!

Rund um den Kranz welch ein Schimmer,

und so leuchten auch wir,

und so leuchtet das Zimmer.

 

Und so leuchtet die Welt

langsam der Weihnacht entgegen.

Und der in Händen sie hält,

weiß um den Segen!

 

 

Heinrich Zille, Weihnachtsmarkt am Arkonaplatz
Heinrich Rudolf Zille (1858-1929) war ein deutscher Grafiker, Maler und Fotograf. In seiner Kunst bevorzugte der Pinselheinrich genannte Zille Themen aus dem Berliner Volksleben, das er ebenso lokalpatriotisch wie sozialkritisch darstellte.

Franz Skarbina, Weihnachtsmarkt Berlin
Franz Skarbina (1849-1910) war ein Maler des deutschen Impressionismus, Zeichner, Radierer und Illustrator.

Rainer Maria Rilke 1875-1926

Advent

 

Es treibt der Wind im Winterwalde

die Flockenherde wie ein Hirt

und manche Tanne ahnt wie balde

sie fromm und lichterheilig wird.

Und lauscht hinaus: den weißen Wegen

streckt sie die Zweige hin – bereit

und wehrt dem Wind und wächst entgegen

der einen Nacht der Herrlichkeit.

 

Christmarkt in Nürnberg, Lithografie 19. Jahrhundert

Eleazer Hutchinson Miller, Selling Christmas Greens
Eleazer Hutchinson Miller (1831-1921) war ein US-amerikanischer Maler.

Friedrich Wilhelm Kritzinger 1816-1890

Es ist Advent!

 

Die Blumen sind verblüht im Tal, die Vöglein heimgezogen;

Der Himmel schwebt so grau und fahl, es brausen kalte Wogen.

Und doch nicht Leid im Herzen brennt: Es ist Advent!

Es zieht ein Hoffen durch die Welt, ein starkes, frohes Hoffen;

das schließet auf der Armen Zelt und macht Paläste offen;

das kleinste Kind die Ursach kennt: Es ist Advent!

Advent, Advent, du Lerchensang von Weihnachtsfrühlingstunde!

Advent, Advent, du Glockenklang vom neuen Gnadenbunde!

Du Morgenstrahl von Gott gesandt! Es ist Advent!

 

Henrich Manizer, Weihnachtsmarkt
Henrich Matveevich Manizer (1847—1925) war ein russischer Maler.

Emil Weber 1877-1944

Christkinds getreuer Knecht

 

Von grünen Tannen dicht umstellt

liegt still ein Haus am End der Welt.

Darinnen haust auf seine Art

ein alter Mann mit langem Bart.

 

Wenns Winter wird, da gibts zu tun

nicht mal am Abend kann er ruhn

und wenns die ersten Flocken schneit

dann schmunzelt er: "Bald ists so weit".

 

Und eines Abends schwebt ganz sacht

ein Engel nieder durch die Nacht,

er schwebt umglänzt vom goldnen Schein

aufs Häuschen zu und geht hinein.

 

"He, Alter", ruft er "sei bereit

Dezember ists und Weihnachtszeit".

Der Alte streicht den langen Bart

und spricht: "Ich bin bereit zur Fahrt."

 

"Längst fertig sind die Sachen all

der Esel wartet schon im Stall."

Der große, graue, dick vom ruhn

bekommt nun tüchtig was zu tun.

 

Drei große Säcke bis zum Rand

gefüllt, so gehts ins Menschenland.

Drei Tage drauf klopfts bei Euch an,

Du kriegst nen Schreck - der Weihnachtsmann.

 

 

Jervis McEntee, Christmas in the Catskills
Jervis McEntee (1828-1981) war ein amerikanischer Maler der Hudson River School.
 

Anna Ritter 1865-1921

Raureif vor Weihnachten

 

Das Christkind ist durch den Wald gegangen,

Sein Schleier blieb an den Zweigen hangen,

Da fror er fest in der Winterluft

Und glänzt heut' morgen wie lauter Duft.

 

Ich gehe still durch des Christkinds Garten,

Im Herzen regt sich ein süß Erwarten:

Ist schon die Erde so reich bedacht,

Was hat es mir da erst mitgebracht!

 

 

Georg von Rosen, The Christmas Fair
Johan Georg Otto von Rosen (1843-1923) war ein schwedischer Graf und Maler.

Paula Dehmel 1862-1918

Weihnachtsschnee

 

Ihr Kinder, sperrt die Näschen auf,

es riecht nach Weihnachtstorten;

Knecht Ruprecht steht am Himmelsherd

und backt die feinsten Sorten.

 

Ihr Kinder, sperrt die Augen auf,

sonst nehmt den Operngucker:

die große Himmelsbüchse, seht,

tut Ruprecht ganz voll Zucker.

 

Er streut – die Kuchen sind schon voll –

er streut – na, das wird munter:

er schüttelt die Büchse und streut und streut

den ganzen Zucker runter.

 

Ihr Kinder, sperrt die Mäulchen auf,

schnell! Zucker schneit es heute!

Fangt auf, holt Schüsseln! – Ihr glaubt es nicht?

Ihr seid ungläubige Leute!

 

 

Gustav Lærum, Kvinne med julepakker på glattisen, 1897
Gustav Lærum (1870-1838) war ein norwegischer satirischer Illustrator, Karikaturist und Bildhauer.

Karl Gerok 1815-1890

Vor Weihnachten

 

Die Kindlein sitzen im Zimmer

- Weihnachten ist nicht mehr weit -

bei traulichem Lampenschimmer

und jubeln: "Es schneit, es schneit!"

 

Das leichte Flockengewimmel,

es schwebt durch die dämmernde Nacht

herunter vom hohen Himmel

vorüber am Fenster so sacht.

 

Und wo ein Flöckchen im Tanze

den Scheiben vorüberschweift,

da flimmert's in silbernem Glanze,

vom Lichte der Lampe bestreift.

 

Die Kindlein sehn's mit Frohlocken,

sie drängen ans Fenster sich dicht,

sie verfolgen die silbernen Flocken,

die Mutter lächelt und spricht:

 

"Wisst, Kinder, die Engelein schneidern

im Himmel jetzt früh und spät;

an Puppenbettchen und Kleidern

wird auf Weihnachten genäht.

 

Da fällt von Säckchen und Röckchen

manch silberner Flitter beiseit,

von Bettchen manch Federflöckchen;

auf Erden sagt man: es schneit.

 

Und seid ihr lieb und vernünftig,

ist manches für euch auch bestellt;

wer weiß, was Schönes euch künftig

vom Tische der Engelein fällt!"

 

Die Mutter spricht's; - vor Entzücken

den Kleinen das Herz da lacht;

sie träumen mit seligen Blicken

hinaus in die zaubrische Nacht.

 

 

Peter Becker, Der Römerberg während des Christmarkts, 1876
Peter Becker (1828-1904) deutscher Landschaftsmaler, Genremaler, Radierer und Lithograf.
 

Gottfried Keller 1819-1890

Christmarkt vor dem Berliner Schloss

 

Welch lustiger Wald um das hohe Schloss

hat sich zusammengefunden,

ein grünes, bewegliches Nadelgehölz,

von keiner Wurzel gebunden!

 

Anstatt der warmen Sonne scheint

das Rauschgold durch die Wipfel;

hier backt man Kuchen, dort brät man Wurst,

das Räuchlein zieht um die Gipfel.

 

Der eine kauft ein bescheidnes Gewächs

zu überreichen Geschenken,

der andere einen gewaltigen Strauch,

drei Nüsse daran zu henken.

 

Und kommt die Nacht, so singt der Wald

und wiegt sich im Gaslichterscheine;

da führt die ärmste Mutter ihr Kind

vorüber dem Zauberhaine.

 

 

Timoléon Marie Lobrichon,

La Vitrine du magasin de jouets
Timoléon Marie Lobrichon (1831-1914) war ein französischer Maler und Illustrator, berühmt für seine Darstellungen der Kindheit.
 

Heinrich Seidel 1842-1906

Der Kleine Nimmersatt

 

Ich wünsche mir ein Schaukelpferd,

'ne Festung und Soldaten

Und eine Rüstung und ein Schwert,

Wie sie die Ritter hatten.

 

Drei Märchenbücher wünsch' ich mir

Und Farbe auch zum Malen

Und Bilderbogen und Papier

Und Gold- und Silberschalen.

 

Ein Domino, ein Lottospiel,

Ein Kasperletheater,

Auch einen neuen Pinselstiel

Vergiss nicht, lieber Vater!

 

Ein Zelt und sechs Kanonen dann

Und einen neuen Wagen

Und ein Geschirr mit Schellen dran,

Bei'm Pferdespiel zu tragen.

 

Ein Perspektiv, ein Zootrop,

'ne magische Laterne,

Ein Brennglas, ein Kaleidoskop

Dies Alles hätt' ich gerne.

 

Mir fehlt – ihr wisst es sicherlich –

Gar sehr ein neuer Schlitten,

Und auch um Schlittschuh' möchte ich

Noch ganz besonders bitten.

 

Um weisse Tiere auch von Holz

Und farbige von Pappe,

Um einen Helm mit Federn stolz

Und eine Flechtemappe.

 

Auch einen grossen Tannenbaum,

Dran hundert Lichter glänzen,

Mit Marzipan und Zuckerschaum

Und Schokoladenkränzen.

 

Doch dünkt dies Alles euch zu viel,

Und wollt ihr daraus wählen,

So könnte wohl der Pinselstiel

Und auch die Mappe fehlen.

 

Als Hänschen so gesprochen hat,

Sieht man die Eltern lachen:

»Was willst du, kleiner Nimmersatt,

Mit all den vielen Sachen?«

 

»Wer soviel wünscht« – der Vater spricht's –

»Bekommt auch nicht ein Achtel –

Der kriegt ein ganz klein wenig Nichts

In einer Dreierschachtel.«

 

 

Franz Skarbina,

Auf dem Weihnachtsmarkte
Franz Skarbina (1849-1910) war ein Maler des deutschen Impressionismus, Zeichner, Radierer und Illustrator.

Franz Skarbina, Weihnachtsmarkt
Franz Skarbina (1849-1910) war ein Maler des deutschen Impressionismus, Zeichner, Radierer und Illustrator.

Theodor Fontane

Verse zum Advent

 

Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,

Aber als Knecht Ruprecht schon

Kommt der Winter hergeschritten,

Und alsbald aus Schnee'es Mitten

Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

 

Und was jüngst noch, fern und nah,

Bunt auf uns herniedersah,

Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,

Und das Jahr geht auf die Neige,

Und das schönste Fest ist da.

 

Tag du der Geburt des Herrn,

Heute bist du uns noch fern,

Aber Tannen, Engel, Fahnen

Lassen uns den Tag schon ahnen,

Und wir sehen schon den Stern.

 

David Jacob Jacobson, Hojbro Plads, Copenhagen
David Jacob Jacobson (1818-1891) war ein dänischer Maler.

Alexander Butschkuri, Weihnachtsmarkt
Alexander Butschkuri (1870-1942) war ein russischer Maler.

Martin Greif 1839-1911

Weihnachtsgefühl

 

Naht die jubelvolle Zeit,

Kommt auch mir ein Sehnen,

Längst entfloh'ner Seligkeit

Denk' ich nach mit Tränen.

 

 

Franz

Müller-Münster, Die Backstube des Weihnachtsmanns, 1906

Franz Müller-Münster (1867-1936) war ein deutscher Maler und Grafiker/Illustrator sowie Mitglied des Vereins Berliner Künstler.
 

Die Weihnachtsfreude

 

Morgen, Kinder, wirds was geben!

Morgen werden wir uns freun!

Welche Wonne, welches Leben

Wird in unserm Hause seyn;

Einmal werden wir noch wach,

Heysa, dann ist Weihnachtstag!

 

Wie wird dann die Stube glänzen

Von der großen Lichterzahl!

Schöner, als bey frohen Tänzen

Ein geputzter Kronensaal.

Wißt ihr noch, wie vor’ges Jahr

Es am heil’gen Abend war

 

Wisst ihr noch mein Räderpferdchen?

Malchens nette Schäferinn?

Jettchens Küche mit dem Herdchen,

Und dem blankgeputzten Zinn?

Heinrichs bunten Harlekin

Mit der gelben Violin?

 

Wisst ihr noch den großen Wagen,

Und die schöne Jagd von Bley?

Unsre Kleiderchen zum Tragen,

Und die viele Näscherey?

Meinen fleiß’gen Sägemann

Mit der Kugel unten dran?

 

Welch ein schöner Tag ist morgen!

Neue Freude hoffen wir.

Unsre guten Eltern sorgen

Lange, lange schon dafür.

O gewiß, wer sie nicht ehrt,

Ist der ganzen Lust nicht werth.

 

Nein, ihr Schwestern und ihr Brüder,

Laßt uns ihnen dankbar seyn,

Und den guten Eltern wieder

Zärtlichkeit und Liebe weihn,

Und aufs redlichste bemühn,

Alles, was sie kränkt, zu fliehn.

 

Laßt uns nicht bey den Geschenken

Neidisch auf einander sehn;

Sondern bey den Sachen denken:

„Wie erhalten wir sie schön,

Daß uns ihre Niedlichkeit

Lange noch nachher erfreut?“

 

In manchen Drucken wird noch eine weitere Strophe unbekannter Herkunft eingeschoben:

 

Wißt ihr noch die Spiele, Bücher

Und das schöne Schaukelpferd,

Schöne Kleider, woll’ne Tücher,

Puppenstube, Puppenherd?

Morgen strahlt der Kerzen Schein,

Morgen werden wir uns freu’n.

 

Die Literatur nennt unterschiedliche Autoren als Schöpfer des Textes, deshalb verzichte ich darauf. FD

 

Anton Velim, Wintermarkt
Anton Velim (1892-1954) war ein österreichischer Maler und Grafiker.
 

-Bayerisches Volksgut-

Der Bratapfel

 

Kinder, kommt und ratet,

was im Ofen bratet!

Hört, wie’s knallt und zischt.

Bald wird er aufgetischt,

der Zipfel, der Zapfel,

der Kipfel, der Kapfel,

der gelbrote Apfel.

Kinder, lauft schneller,

holt einen Teller,

holt eine Gabel!

Sperrt auf den Schnabel

für den Zipfel, den Zapfel,

den Kipfel, den Kapfel,

den goldbraunen Apfel!

Sie pusten und prusten,

sie gucken und schlucken,

sie schnalzen und schmecken,

sie lecken und schlecken

den Zipfel, den Zapfel,

den Kipfel, den Kapfel,

den knusprigen Apfel.

(Bayrisches Volksgut)

 

Das Gedicht wurde vermutlich von Fritz und Emily Kögel verfasst

und wohl erstmals im 1901 von Teubner (Leipzig)

herausgegebenen Kinderbuch Die Arche Noah veröffentlicht.

 

Albert Edelfelt, Advent
Albert Gustaf Aristides Edelfelt (1854-1905) war ein finnlandschwedischer Maler und Graphiker.

 

 

4. Dezember - Sankt Barbara

 

Parmigianino, Saint Barbara, ca. 1522
Parmigianino (1503-1540), eigentlich Girolamo Francesco Maria Mazzola, war ein italienischer Maler und Radierer des Manierismus.

Keinen direkten Bezug zur Adventszeit hat der Gedenktag der hl. Barbara am 4. Dezember. Wegen der lokalen Bedeutung als Schutzheilige der Bergleute und als Namensgeberin der Barbarazweige, einem Brauchtum der vorweihnachtlichen Zeit soll sie aber hier Erwähnung finden.

 

Barbara von Nikomedien war eine christliche Märtyrin des 3. Jahrhunderts. Der Überlieferung zufolge wurde sie von ihrem Vater enthauptet, weil sie sich weigerte, ihren christlichen Glauben und ihre jungfräuliche Hingabe an Gott aufzugeben.

 

 

Lucas Cranach der Ältere, Das Martyrium der heiligen Barbara
Lucas Cranach der Ältere (1472-1553) war einer der bedeutendsten deutschen Maler, Grafiker und Buchdrucker der Renaissance.
 

Die heilige Barbara gilt als Schutzpatronin der Bergleute. Die Legende erzählt, dass sich ein Kirschzweig in ihrem Kleid verfangen haben soll, als man sie in den Kerker sperren wollte. Diesen habe sie regelmäßig mit Wasser benetzt und als am Tag, an dem sie zu Tode verurteilt wurde, der Zweig aufblühte, wusste sie, das sie nach ihrem Tod zu neuem Leben erblühen würde.

Nach dieser Legende wird traditionell am Namenstag der Heiligen Barbara, dem 4. Dezember, ein Kirschzweig (es funktioniert z.B. auch mit Zaubernuss-, Apfel-, Forsythien- Haselnuss-, Mandel- oder Pflaumenzweigen) geschnitten und in das beheizte Zimmer gestellt. Beginnt dieser Zweig an Weihnachten zu blühen, bedeutet das für den Besitzer eine große Portion Glück für das kommende Jahr.

Wegen des plötzlichen Todes und da die Heilige der Legende nach von einem Felsen geschützt wurde, der sich öffnete und sie verbarg, wählten die Bergleute sie zu ihrer Patronin, ebenso die Hüttenarbeiter, Steinhauer und Geologen. Naheliegend ist daher die Darstellung mit Bergbauwerkzeugen.

 

 

unbekannter Künstler, Saint Barbara

Martin Greif 1839-1911

Barbarazweige

 

Am Barbaratage holt ich

Drei Zweiglein vom Kirschenbaum,

Die setzt ich in eine Schale,

Drei Wünsche sprach ich im Traum:

 

Der erste, daß einer mich werbe,

Der zweite, daß er noch jung,

Der dritte, daß er auch habe

Des Geldes wohl genung.

 

Weihnachten vor der Mette

Zwei Stöcklein nur blühten zur Frist: -

Ich weiß einen armen Gesellen,

Den nähm ich, wie er ist.

 

 

unbekannter Künstler, St. Barbara und

St. Katerina

 

6. Dezember – Sankt Nikolaus

 

Fra Angelico, St Nicholas of Bari
Fra Angelico (zw. 1386 und 1400-1455) – geboren als Guido di Pietro – war ein Maler der italienischen Frührenaissance.
 

Nikolaus von Myra (* zwischen 270 und 286 in Patara; † 6. Dezember 326, 345, 351 oder 365) ist einer der bekanntesten Heiligen der Ostkirchen und der lateinischen Kirche. Sein Gedenktag, der 6. Dezember, wird im gesamten Christentum begangen und ist mit zahlreichen Bräuchen verbunden.

Nikolaus wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof von Myra in der kleinasiatischen Region Lykien, damals Teil des römischen, später des byzantinischen Reichs, mittlerweile der Türkei.

Nikolaus’ Wirken hat zu vielfältigen Legendenbildungen beigetragen, die im Laufe der Jahrhunderte dazu führten, dass er als einer der wichtigsten Heiligen angesehen wurde. Die Legenden basieren allerdings nicht nur auf dem Leben des Bischofs von Myra, sondern auch auf denen eines gleichnamigen Abtes des Klosters Sion bei Myra, der später Bischof in Pinara war und 564 starb.

 

 

Jan Steen,

Het Sint Nicolaasfeest
Jan Havickszoon Steen (1626-1679) war ein niederländischer Maler, ein Meister des holländischen Genrebildes im Goldenen Zeitalter der Niederlande.

Paula Dehmel 1862-1918

Bescheidene Frage

 

Sankt Nikolas, Sankt Nikolas,

bringst du der flinken Grete was?

Sie ist fast immer artig gewesen,

hat fleißig in ihrer Fibel gelesen,

kann das große H schon ganz richtig schreiben,

wird Ostern gewiss nicht sitzen bleiben;

Sankt Nikolas, Sankt Nikolas,

schenkst du ihr was?

 

Sankt Nikolas, Sankt Nikolas,

bringst du dem dicken Peterle was?

Er ist noch zu klein, um zur Schule zu gehn,

aber beten kann er schon wunderschön:

»Lieber Dott, mach alle Menßen dut,

nimm alle unter deinen Hut!«

Sankt Nikolas, Sankt Nikolas,

schenkst du ihm was?

 

Sankt Nikolas, Sankt Nikolas,

bringst du der kleinen Lene was?

Sie gehört der armen Flick-Marie

und hat schon lange ein schlimmes Knie;

zum Spielen kommt sie gar nicht mehr raus,

sieht immer so blass und ängstlich aus.

Sankt Nikolas, Sankt Nikolas,

schenkst du ihr was?

 

Sankt Nikolas, Sankt Nikolas,

ich wünsch mir selber auch noch was:

möch in der Weihnacht mit dir gehn,

mir all die fröhlichen Kinder besehn,

wie sie tanzen und tuten, knabbern und schlucken

und am strahlenden Christbaum die Wunder angucken.

Sankt Nikolas, Sankt Nikolas,

schenkst du mir das?

 

 

Thomas Nast, Santa Claus
Thomas Nast (1840-1902) war ein deutschamerikanischer Karikaturist. Er wird als Vater des politischen amerikanischen Cartoons angesehen.

Detlev von Liliencron 1844-1909

Die Legende vom heiligen Nikolaus

 

Nach dem französischen Urtext

 

Es waren einmal drei Kinder auf der Welt,

Die gingen zum Ährenlesen ins Feld.

Sie kamen abends an eines Schlachters Bank:

Wir sind hungrig und müd, gib uns Speis und Trank.

Nur herein, lieben Kinder, herein zu mir,

Hier findet ihr alles, auch Nachtquartier.

 

Kaum sind sie bei ihm und warten auf Brot,

Da schlägt sie der Schlachter mausetot

Und zerhackt sie in viele Stücke klein

Und pökelt sie wie Ferkelfleisch ein.

Es waren einmal drei Kinder auf der Welt,

Die gingen zum Ährenlesen ins Feld.

 

Nach sieben Jahren ging Sankt Nikolaus

In diese selbe Gegend hinaus.

Er kam vorbei an des Schlachters Bank:

Ich bin hungrig und müd, gib mir Speis und Trank.

Es waren einmal drei Kinder auf der Welt,

Die gingen zum Ährenlesen ins Feld.

 

Tritt ein, heiliger Nikolaus, tritt ein,

Hier findest du alles, auch Brot und Wein.

Der heilige Nikolaus hat sich kaum gesetzt,

Da hat er am Brot sein Messer gewetzt.

Es waren einmal drei Kinder auf der Welt,

Die gingen zum Ährenlesen ins Feld.

 

Gib mir von deinem Pökelfleisch zart,

Das dort sieben Jahre schon liegt verwahrt.

Kaum hat der Schlachter gehört dies Wort,

Läuft er stracks aus seiner Ladentür fort.

Es waren einmal drei Kinder auf der Welt,

Die gingen zum Ährenlesen ins Feld.

 

Aber Schlachter, Schlachter, lauf doch nicht,

Gott verzeiht ja dem reuigen Bösewicht

Sankt Nikolaus setzt an das Faß sich hin,

Wo rosig das Pökelfleisch lagerte drin.

Es waren einmal drei Kinder auf der Welt,

Die gingen zum Ahrenlesen ins Feld.

 

Hört, ihr Knaben, ihr schlieft nun aus,

Ich bin der große Sankt Nikolaus.

Und der Heilige hob drei Finger baß,

Da sprangen die Drei heraus aus dem Faß.

Es waren einmal drei Kinder auf der Welt,

Die gingen zum Ährenlesen ins Feld.

 

Der erste spricht: Wie schlief ich gut.

Der zweite: Auch ich hab sanft geruht.

Und der dritte Dreikäsehoch gähnt und sagt dies:

Mir träumte, ich war im Paradies.

Es waren einmal drei Kinder auf der Welt,

Die gingen zum Ährenlesen ins Feld.

 

 

Thomas Nast, Mery Old Santa Claus
Thomas Nast (1840-1902) war ein deutschamerikanischer Karikaturist. Er wird als Vater des politischen amerikanischen Cartoons angesehen.

Paula Dehmel 1862-1918

Knecht Ruprecht in Nöten

 

Knecht Ruprecht kratzt sich seinen Bart

Und rückt zurecht die Brille:

Ihr Engelskinder, lärmt nicht so,

seid mal ein bisschen stille!

Kommt, rückt hübsch artig zu mir ran,

seht euch mal das Bestellbuch an!

 

Was steht hier auf dem ersten Blatt?

was auf dem zweiten, dritten?

was steht am Ende von dem Buch?

was steht hier in der Mitten? - :

Ach Weihnachtsmann, wir bitten sehr,

schick uns doch mal das Luftschiff her!

 

Hans möchte nach Amerika,

und Fritz zu Tante Lotte,

Kurt durch die Luft zu Großpapa,

Marie zum lieben Gotte;

Georg will bloß nach Neuruppin

Mit Zeppelin, mit Zeppelin.

 

Ach Zeppelin, du Zaubermann,

`s ist aus der Haut zu fahren,

das ganz liebe kleine Pack

will bloß noch Luftschiff fahren;

dein Fahrzeug ist ja viel zu klein,

da gehn nicht alle Kinder `rein.

 

Ihr Engelskinder, helft mir doch

in meinen Weihnachtsnöten,

baut mir ein Luftschiff riesengroß

mit hunderttausend Böten,

lasst lustig die Propeller gehn,

da sollt ihr mal die Freude sehn!

 

Hurra, schreit da die Engelschar,

wir helfen alle, alle.

Nach dreien Tagen, blitzeblank,

stehts Luftschiff in der Halle.

Dank schön, sagt Ruprecht, fährt hinab,

holt alle Jungs und Mädels ab

zur Flugfahrt durch die Welten.

Ob sie sich nicht erkälten?

 

In einigen Gegenden agierte Knecht Ruprecht allein, als Figur, die zugleich beschenkte und strafte.

 

 

Fritz Tüshaus, Sankt Nikolaus, Stadtmuseum Münster
Friedrich (Fritz) Tüshaus (1832-1885) war ein deutscher Genre- und Historienmaler sowie Holzstecher und Illustrator.

Theodor Storm 1817-1888

Knecht Rupprecht

 

Von drauß vom Walde komm ich her.

ich muß Euch sagen es weihnachtet sehr!

Allüberall auf den Tannenspitzen

sah ich goldene Lichtlein blitzen.

und droben aus dem Himmelstor

sah mit großen Augen das Christkind hervor.

und wie ich so strolcht durch den finsteren Tann,

da rief's mich mit heller Stimme an:

Knecht Rupprecht, rief es alter Gesell,

hebe die Beine und spute dich schnell

 

Die Kerzen fangen zu brennen an,

das Himmelstor ist aufgetan.

Alt und Junge sollen nun

von der Jagd des Lebens einmal ruhn.

und morgen flieg ich hinab zur Erden,

denn es soll wieder weihnachten werden!

 

Ich sprach: O lieber Herre Christ,

Meine Reise fast zu Ende ist.

Ich soll nur noch in diese Stadt,

Wo's eitel gute Kinder hat.

Hast denn das Säcklein auch bei dir?

Ich sprach: Das Säcklein, das ist hier,

Denn Äpfel, Nuß und Mandelkern

essen fromme Kinder gern.

Hast denn die Rute auch bei dir?

Ich sprach: die Rute die ist hier.

Doch für die Kinder, nur die schlechten,

die trifft sie auf den Teil, den rechten.

 

Christkindlein sprach: So ist es recht.

So geh mit Gott, mein treuer Knecht!

 

Von drauß, vom Walde komm ich her,

Ich muß euch sagen es weihnachtet sehr!

Nun sprecht wie ich's herinnen find:

sind's gute Kind., sind's böse Kind?

 

In Theodor Storms wohl volkstümlichstem Gedicht Knecht Ruprecht beschreibt der Knecht seine Tätigkeit im Dialog mit dem Christkind. Teile des Gedichts werden bis heute in der Adventszeit oft rezitiert, insbesondere die Anfangszeilen: „Von drauß vom Walde komm ich her, ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr.“

 

unbekannter Künstler,

St. Nikolaus

 

Krampus – Knecht Ruprecht

Die dunkle Seite des Nikolaus

 

Der Knecht Ruprecht ist der Gehilfe des heiligen Nikolaus, der im Brauchtum des nördlichen und mittleren deutschen Sprachraums am Vorabend des 6. Dezembers zusammen mit dem Nikolaus Kinder zu Hause besucht.


 

 

Der Krampus, auch Kramperl oder Bartl, im Brauchtum eine Schreckgestalt in Begleitung des heiligen Nikolaus, ist eine Gestalt des Adventsbrauchtums im Ostalpenraum, im südlichen Bayern und der Oberpfalz, in Österreich, im Fürstentum Liechtenstein, in Ungarn, Slowenien, der Slowakei, in Tschechien, Südtirol, Welschtirol (Trentino), Teilen des außeralpinen Norditaliens und Teilen Kroatiens. Während der Nikolaus die braven Kinder beschenkt, werden die unartigen vom Krampus bestraft

.

Friedrich Güll 1812-1879

Vom Pelzemärtel die ganze Geschicht'!

 

Nun hört einmal, doch fürchtet euch nicht,

vom Pelzemärtel die ganze Geschicht'!

 

Es wird schon finster um und um. –

Der Pelzemärtel geht herum

und sucht nun auf die Kinder.

Da will ich sehen, wie's euch geht,

wenn er vor unsrer Türe steht

und schaut ins Eck so hinter!

 

Doch seid nicht bang und nicht besorgt!

Ihr habt ja immer gern gehorcht,

das soll euch nicht gereuen.

Stellt euch nur um den Vater her;

und brummt er wie ein alter Bär,

er wird euch doch erfreuen.

 

Doch horch! Was schlurft denn vor dem Haus?

Ich meine gar, jetzt ist er drauß'

und streift sich ab die Füße.

Da hör ich so ein Knick und Knack,

das ist gewiß der weite Sack

voll großer welscher Nüsse.

Fortsetzung unten

 

Fortsetzung Vom Pelzemärtel die ganze Geschicht'!“

 

Es schellt und gellt, das Haus geht auf.

Er geht die Stiege schon herauf

mit seinen großen Socken.

Das kollert

und bollert,

das holpert

und stolpert,

doch seid nur nicht erschrocken!

Die Kinder schauen

voll Angst und Grauen

und wagen keinen Schnauf.

Pelzmärtel trappt,

die Klinke klappt,

die Stubentür geht auf.

Da steht er den im Zottelrock

mit einem ungeheuern Stock

und hat von fürchterlicher Art

gar einen langen, langen Bart;

schleppt auch zwei Säcke mit sich her,

den einen voll, den andern leer,

der ist geschnallt in seinen Gurt.

Jetzt aber murmelt er und schnurrt:

»Weil in die Stuben

ich zu dir komm,

sag, sind die Buben

auch brav und fromm?«

»Kann sie loben!«

»Sitzen sie am Schreibetisch

immer fleißig, immer frisch?

Sitzen sie in ihrer Schul'

oben auf dem ersten Stuhl?«

»Alle droben!«

»Führen die Mädchen

Nadel und Fädchen?

Stricken sie,

flicken sie?

Sind sie zu der Arbeit flink

auf der Mutter ersten Wink?

Hören sie in einem fort

auf des Vaters erstes Wort?«

»Sie hören gern und gehorchen

und machen uns wenig Sorgen!«

Plumps –

da tut's einen Fall,

plumps –

da tut's einen Knall!

Offen ist der große Sack,

und da geht es: Knack, knack, knack;

und die Nüsse

kriegen Füße,

rudeln

und hudeln

da hinaus

und dort hinaus

und wackeln die ganze Stube aus.

Und die Kinder

springen hinter

und packen

und sacken

und haschen

und klauben

in Taschen

und Hauben.

Das freut den Pelzemärtel sehr

und sagt: »Nun geb ich euch noch mehr.«

Fortsetzung unten

 

Fortsetzung Vom Pelzemärtel die ganze Geschicht'!“

 

Und wirft auch noch in jedes Eck

einen große, großen Märtelsweck,

bestreut mit Zucker und Mohn,

und spricht mit freundlichem Ton:

»Fürchtet euch nicht

vor meinem Gesicht!

Bin jedem Kind gut,

das nichts böses tut.

Gebt mir einen Patsch!

Platsch,

das freut mich heut,

ihr kleinen Leut'.

 

Nun, Kinder, seid mir ja recht fromm!

Dann bring ich, wenn ich wiederkomm,

daß ihr euch verwundert,

Nüsse, mehr als hundert,

und einen Weck, so groß wie ich.

Ade, ihr Kinder, denkt an mich!«

Nun rollt es

und trollt es

die Stiegen hinunter.

Wollt einer erschrecken

und sich verschrecken,

es wär kein Wunder.

Fortsetzung unten

 

Fortsetzung Vom Pelzemärtel die ganze Geschicht'!“

 

Wer aber brav ist ohn' Unterlaß,

dem ist das alles nur ein Spaß.

Der fürchtet nicht den Zottelrock

und nicht den ungeheuren Stock.

Der zappelt nicht

als wie ein Fisch

und krabbelt nicht

gleich unter den Tisch.

Der kann sich auf den Märtel freuen,

den alle bösen Kinder scheuen.

 

Der Pelzmärtel (auch Pelzemärtel, Pelzermärtel, Pelzamärdl oder Pelzmartin) ist ein in Teilen Frankens (Süddeutschland) verbreiteter Name für den vorweihnachtlichen Gabenbringer. Regional tritt er auch als Pelznickel auf. In der Bezeichnung fließen das Brauchtum zum Tag des St. Nikolaus („Nickel“) und des St. Martin („Märtel“) zusammen. In seinem Sack hat der Gabenbringer am Martinstag, dem 11. November, oder am Nikolaustag, dem 6. Dezember, für die braven Kinder Nüsse und Obst dabei, für die ungezogenen Kinder eine Rute.

 

Wer's gerne noch etwas gruseliger haben möchte, hier klicken.

Unbekannte Verfasser

Nikolausverse

 

Niklaus, Niklaus, lieber Mann,

Klopf an unsre Türe an!

Wir sind brav, drum bitte schön,

lass den Stecken draußen stehn!

 

Niklaus, Niklaus, huckepack,

Schenk uns was aus deinem Sack!

Schüttle deine Sachen aus,

Gute Kinder sind im Haus!

 

Wenn die Glocke sieben schlägt,

kommt der Niklaus angefegt

mit dem großen Besenstiel,

haut die Kinder gar zu viel.

 

Lieber, guter Nikolaus,

lösch uns unsere Fünfen aus,

mache lauter Einsen draus,

bist ein braver Nikolaus!

 

Nikolaus, sei unser Gast,

wenn du was im Sacke hast.

Hast du was, so lass dich nieder,

hast du nichts, so pack dich wieder!

 

Um ernst zu sein,

genügt Dummheit,

während zur Heiterkeit

ein großer Verstand unerläßlich ist.
William Shakespeare

Wer Trinken, Rauchen und Sex aufgibt,

lebt auch nicht länger.

Es kommt ihm nur so vor.
Sigmund Freud

Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
Gustav Mahler

Was wir brauchen,

sind ein paar verrückte Leute;

seht euch an,

wohin uns die Normalen gebracht haben.
George Bernard Shaw

Der Kluge lernt aus allem
und von jedem,
der Normale aus
seinen Erfahrungen und
der Dumme
weiß alles besser.
Sokrates
Es ist schon alles gesagt,
nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

Blüte edelsten Gemütes

Ist die Rücksicht;

doch zuzeiten

Sind erfrischend wie Gewitter

Goldne Rücksichtslosigkeiten.

Theodor Storm

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